wichtigsten Orte Nordalaskas sind Nome und Kotzebue an der Westküste sowie Barrow, die nördlichste Siedlung Amerikas. Östlich von Barrow liegt die Prudhoe Bay mit den größten Ölvorkommen Nordamerikas. Dort ist der Startpunkt der Trans-Alaska Pipeline, die durch das ganze Land bis hin zum Nordpazifik führt. Gleichzeitig endet an der Prudhoe Bay der Dalton Highway, einziger Straßenzugang nach Nordalaska. Eine Fahrt auf dem Highway ist ein unvergessliches Erlebnis: Anstelle einer modernen Infrastruktur bieten sich wunderbare Ausblicke in die nordische Landschaft.
Eskimos - Fischfang und Waljagd
Vor allem die Inupiat Eskimos leben im Norden Alaskas, im Süden sind die Yupik und Cupik Eskimos beheimatet. Kotzebue und Barrow sind die größten Eskimosiedlungen Nordalaskas. Wale gehören in Barrow zum täglichen Leben: Grönlandwal-Jagd und -Festival finden jedes Jahr im Frühling statt. In dem auf der westlichen Baldwin-Halbinsel gelegenen Kotzebue hat der Fischfang große Bedeutung. Dies wird dem Besucher alleine durch die unzähligen Fischerboote deutlich, die hier ein- und ausfahren. In North Tent City, einem alten traditionellen Fischlager, wird Fisch getrocknet und geräuchert. Traditionelle Eskimo-Spiele sind bei den Eskimo Olympics in Kotzebue zu beobachten. Weitere Einblicke in die Eskimo-Kultur gibt das hier befindliche NANA Museum of the Arctic (nur im Sommer geöffnet), das mit seinen Sammlungen über die Lebensweise der Inupiat informiert. Live-Demonstrationen vermitteln die Traditionen - das Trampolinspringen auf Eskimo-Art ist besonders beeindruckend. In kleinen Booten aus Tierhäuten gehen die Bewohner von Saint Lawrence Island, Nachkommen der Yupik Eskimos, auf Seehund- und Walrossjagd. In den Orten Gambell und Savoonga erwarten den Besucher Kunst und Handwerk der Yupik.
Aktivitäten - Hundeschlittenfahrten oder Wandern in der Wildnis
Die Nostalgie der Tage des Goldrauschs ist in dem Städtchen Nome auf der Seward Peninsula zu spüren. Hier erfährt man Interessantes über die Kunst des Goldwaschens und Goldschürfens. Das Carrie McLain Museum präsentiert eine große Sammlung von historischen Fotos. In Ausstellungen wird dem Besucher die Zeit des Goldes, aber auch die Geschichte und Kunst der Ureinwohner erklärt.
Nicht nur auf Grund der Goldfunde, sondern auch durch das Iditarod Trail Hundeschlittenrennen hat sich Nome einen Namen gemacht. Hier endet das jährlich im März stattfindende Rennen, bei dem Hundeschlitten-Teams aus aller Welt knapp 1700 Kilometer zurücklegen.
Ebenfalls auf der Seward Halbinsel liegt das bergige Bering Land Bridge Naturschutzgebiet. Ein Tour-Guide empfiehlt sich, um im Sommer auf Wanderungen Flora und Fauna zu entdecken oder im Winter das Gebiet mit dem Hundeschlitten zu erkunden. In den zahlreichen Naturschutzgebieten der Brooks Range warten unvergessliche Wandererlebnisse in ursprünglichster Natur. Zu den in der Bergkette verstreuten Wilderness Lodges geht es ab Fairbanks oder Bettles per Lufttaxi.
Nome - Ort des Lichts
Zur Zeit des Goldrausches, Ende des 19. Jahrhunderts, war Nome sogar für wenige Monate mit 20.000 Bewohnern die größte Stadt Alaskas. Im Sommer ist es 24 Stunden lang hell und Spaziergänger grüßen auch noch um 23 Uhr mit einem freundlichen „Ist es nicht ein herrlicher Tag?“. Dann kann man sich sogar hier, nahe am Polarkreis, in den feinen Sand am Strand des Beringmeers legen und in der Sonne dösen. Oder man nimmt an einer Tundratour teil.
Wetter in Nordalaska
Nordalaska ist bestimmt durch das kalte arktische Polarklima. 9 Monate dauert der Winter, wobei man während 3 Monaten so gut wie kein Tageslicht erblickt. Vom 10. Mai bis 2. August dagegen geht die Sonne nie unter. Die Temperatur steigt aber selbst im Juli nicht über 5 ° C. Daher: Winterkleidung erforderlich.