gelegene Misty Fjords National Monument ist ein geologisches Wunder aus der Urzeit mit hohen, direkt aus dem Meer ragenden Bergen, steilen Klippen und tosenden Wasserfällen. Dieser fantastische Naturpark ist Schutzgebiet für unzählige Tierarten.
Das Klima ist mild und maritim. Noch vor 200 Jahren war der Glacier Bay National Park westlich von Haines in Eis gebettet, heute liegen die Gletscher mitten im Regenwaldgebiet. Zahlreiche Weißkopfseeadler und Bären leben auf den dicht bewaldeten Inseln, im Wasser und auf dem Eis kann man Wale und Robben beobachten.
Auf der Reise durch die Inside Passage
Die viertgrößte Stadt Alaskas ist Ketchikan, Zentrum der Indianerkultur und gleichzeitig idealer Ausgangspunkt zum Sportfischen im Süden der Inside Passage. Von hier aus geht es in weitere sehenswerte Gebiete, wie der Prince of Wales Island, dem Goldgräber- und Indianerstädtchen Wrangell oder dem großartigen Misty Fjords National Monument. Prince of Wales Island ist nach Hawaii und Kodiak Island die drittgrößte Insel der Vereinigten Staaten. Neben vielen kleinen, idyllischen Orten sind hier zahlreiche Kalksteinhöhlen zu entdecken. In El Capitan, Alaskas größter Höhle, wurden Fossilien von mehr als 10.000 Jahre alten Bärenknochen gefunden. Petersburg, Hochburg des Heilbuttfangs, wird auf Grund seiner Herkunft als das „Little Norway" Alaskas bezeichnet. Malereien an den farbigen Häusern und ein traditionelles Fest im Mai erinnern an Norwegen.
Über dem Ort Sitka auf Baranoff Island erhebt sich der schlafende Vulkan Mount Edgecumbe. Sitka war einst die Hauptstadt von Russisch-Amerika und noch heute ist der Einfluss spürbar: Gut erhaltene Gebäude und Monumente wie die prächtige St. Michael's Cathedral sind Zeuge dieser Zeit. Weiter zurück in die Geschichte führt ein Besuch des Sheldon Jackson Museums. Hier ist die größte Sammlung an Eingeborenenkunst ausgestellt.
Die Hauptstadt Alaskas ist das von Gletschern umgebene Juneau, der größte Ort der Inside Passage mit 30.000 Einwohnern und Tor zum Glacier Bay National Park. Nur 20 Kilometer ist der majestätische Mendenhall Gletscher entfernt. Die Quelle für diesen und weitere Gletscher der Umgebung ist das Juneau Icefield, eine gewaltige Ausdehnung von Bergen und Eis, am besten per Flugzeug zu erkunden. Die Alaska Juneau Mine ist eine der über 30 Goldminen, die es in dieser Gegend zu entdecken gibt. Der Fischerort Pelican wurde als einziger Ort der Vereinigten Staaten ausschließlich auf Blockpfeilern errichtet. Der Besucher ist der Natur in dieser Idylle von saftigen Wäldern und glitzernden Fjorden besonders nahe.
Aktivitäten - Adlerauge sei wachsam
Die Inside Passage lädt ein zum Wandern, Kanu- und Kajakfahren, Rafting, Tauchen, Angeln und Wildlife-Watching. Von Ketchikan aus geht es zum Sportfischen: Fünf Lachsarten, Heilbutt, Snapper und auch die Süßwasserforelle kann man an die Angel bekommen. Ein kleiner Indianerjunge lebt in den ursprünglichen Dörfern wie seine Vorfahren.
Unzählige Vogelarten gibt es zu beobachten, wobei der Weißkopfseeadler typischer Bewohner der Wälder Südostalaskas ist. In der Nähe von Haines im Chilkat Bald Eagle Preserve sind die Adler in den Monaten von Oktober bis Dezember besonders zahlreich, denn dank der um diese Zeit laichenden Lachse wartet auf sie ein Festessen. Die vielen Seelöwen, Robben und Wale der Region sind am besten auf Bootsfahrten - ob auf dem Kreuzfahrtschiff oder per Kajak - zu entdecken. Bei Anan Creek, etwa 50 Kilometer südöstlich von Wrangell, liegt Südostalaskas einziges Bärenobservatorium, wo Braun- und Schwarzbären beim Füttern von sicherer Stelle aus beobachtet werden können. Zahlreiche Braunbären sind im Admiralty Island National Monument zu Hause, wohin sich ein Ausflug von Juneau aus anbietet.
Auch geschichtlich gibt es in Südostalaska vieles zu entdecken. Der Klondike Gold Rush National Historical Park führt zurück in die Tage des Goldrauschs. Der Park umfasst die historisch wiederhergestellten Viertel des Örtchens Skagway, die Geisterstadt Dyea und die Pfade von Chilkoot und White Pass, die tausende von Goldgräbern einst überquerten.
Auf den Spuren der Indianer
Die Indianerstämme der Haida und Tlingit gehörten vor etwa 10.000 Jahren zu den ersten Einwanderern. Sie kamen von Asien nach Amerika über die Beringstraße - zur Eiszeit noch eine Landbrücke. Heute siedeln diese Volksstämme in Südostalaska, und vor allem im Süden der Inside Passage gibt es viele traditionelle Plätze zu besuchen. In Ketchikan sind die drei Eingeborenenstämme der Tlingit, Haida und Tslimishian zu Hause, deren Kultur in voller Blüte steht: Die größte Totempfahl-Sammlung der Welt ist im Totem Bight State Park zu bewundern, sowie zahlreiche weitere Objekte der Eingeborenenkunst.
Routenvorschlag mit Marine Highway
Die abgeschiedene Inselwelt entlang Alaskas Südküste erschließt sich nicht auf dem herkömmlichen Asphaltweg, sondern mit den relativ günstigen und komfortablen Fähren des staatlichen Alaska Marine Highway. Das Fährnetz ermöglicht es, die schönsten und abgelegensten Regionen des Staates kennen zu lernen. Eine der beeindruckensten Routen verläuft entlang der Inside Passage.
Startpunkt für die Tour ist Ketchikan, wo die größte Totemsammlung der Welt zu finden ist. Die nächste Station ist das Fischerörtchen Petersburg mit seinem norwegischen Flair. In dessen Umgebung verlaufen wilde Wasserwege, wie die von Eisbergen durchzogene LeConte Bay. Am nächsten Tag führt die Reise nach Sitka am Fuße des überwältigenden Vulkans Mont Edgecumbe. Von hier aus geht es über Skagway zum Ziel der Schiffsreise nach Juneau, dem Tor zur Glacier Bay.
Transportmittel: Fähre Länge: ca. 600 km; Dauer: 6 Tage
Wetter in Südostalaska
In Südostalaska herrscht maritimes Klima. Dies zeigt sich am häufigen Niederschlag und warmen Luftstrom. Der durch die Meeresströmung erwärmte Ozean sorgt südlich von der Alaska Range für ein milderes Klima. Durchschnittstemperatur in Ketchikan liegt im Januar bei l °C, im August bei 15 °C.