Eingeborenengruppen, gehören zu dem Volksstamm der Eskimos und sind besonders in Südwestalaska beheimatet. Wer sich für die Sprache und Kultur der Ureinwohner interessiert, sollte einen Ausflug zu Einrichtungen wie dem Alutiiq Cultural Center in Kodiak nicht versäumen. Der Besucher wird hier über die Geschichte und Lebensweise der Alutiiq ausführlich informiert.
Eine weitere einschneidende Etappe in der Geschichte Alaskas war die Kolonisierung der Russen auf Kodiak Island Mitte des 18. Jahrhunderts. Kodiak selbst wurde 1792 - 99 zur ersten Hauptstadt von
Russisch-Amerika. Vor allem das wertvolle Seeotterfell machte die Gegend für viele Händler attraktiv. Ein ehemaliges Otterfell-Lager ist heute das Baranov-Museum, in dem eine umfassende Sammlung mit Gegenständen aus Kodiaks langer Geschichte zu finden ist, von der Eingeborenenkunst über die russische Kolonialzeit bis hin zu den amerikanischen Pionieren und schließlich dem Zweiten Weltkrieg. Die russisch-orthodoxe Kirche in Kodiak und die russisch-orthodoxe Kathedrale in Dutch Harbor, gleichzeitig älteste Kirche der USA, erinnern an die Zeit der russischen Einwanderer. So sind noch heute russische Kultur und orthodoxer Glaube präsent.
Die Aleuten, benannt nach dem Volksstamm, sind der westlichste Ausläufer der Alaska Peninsula und reichen über 1.500 Kilometer tief in das Beringmeer hinein, in Richtung Asien. Damit sind sie der längste Archipel der Welt und vermutlich auch der vom Wind am meisten umstürmte. Dieser Ort hat historische Bedeutung, denn 1943 war er Kriegsschauplatz zwischen Amerika und Japan. Noch heute sind einzelne Ruinen aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen. In einem Gebiet um das Fort Schwatka auf dem eindrucksvollen Mount Ballyhoo erfährt der Besucher auf den Spuren der damaligen US-Armee, wie wichtig die Rolle des Aleutischen Volkes zur Verteidigung Amerikas damals war. Doch lässt die Landschaft der Aleuten diesen kriegerischen Abschnitt der Vergangenheit in Vergessenheit geraten: Das satte Weideland und die Gipfel der nicht weniger als 57 teils noch aktiven Vulkane sind einfach zu bezaubernd.
Die Tierwelt - zwischen Braunbären und Lachsen
Die Insel Kodiak sowie die Katmai Peninsula liegen abseits der Touristenrouten Alaskas und gelten damit als außerordentliches Paradies für die Tierwelt. Hier leben die größten Braunbären der Welt. Daneben laichen jährlich einige Millionen von Lachsen in den zahlreichen Bächen, Flüssen und Seen. Der Fischreichtum ist unerschöpflich, zumal hier auch Heilbutte, Regenbogenforellen und viele weitere Fischarten zu finden sind. Von attraktiven Beobachtungsplätzen aus kann der Besucher die Bären in wilden Flüssen beim Lachsfang beobachten, beispielsweise an den Brooks Falls im Katmai Nationalpark. Daneben leben in Südwestalaska auch zahlreiche Vogelarten wie Weißkopfadler, Kormorane oder Falken und vielerorts tummeln sich Seelöwen und Seeotter .
Die Pribilof Islands im Beringmeer zählen mehr als 240 Vogelarten. Über zwei Millionen Vögel nisten auf St. George, darunter auch Papageientaucher, die teils von Südamerika aus hierher fliegen. Auf St. Paul sind neben den Vögeln unzählige Pelzrobben an den einsamen Stränden zu beobachten, und selbst Wale werden gesichtet. Grundsätzlich ist hier die beste Zeit für Wildlife-Watching Mitte Mai bis Anfang September. Tierbeobachtungen zu Wasser versprechen Kajak-Ausflüge entlang der wildromantischen Pazifikküste. Hier können Braunbären entdeckt werden, die am Strand auf Essenssuche sind.
Ruf der Wildnis
Wunderschöne, wasserreiche Landschaften, fern jeglicher Zivilisation, sind ein Paradies für Naturliebhaber und Abenteurer. Zu den wenigen Lodges des Katmai Nationalparks gelangt man nur per Wasserflugzeug oder Boot. Das gilt auch für die Bristol Bay bei Dillingham, die sich der größten Rotlachsgründe der Welt rühmen darf. Angler finden hier - wie vielerorts in den Nationalparks Südwestalaskas - ideale Bedingungen vor. Die Berge des direkt anschließenden Togiak National Wildlife Refuge sind im Frühling Rückzugsgebiet für Wandervögel.
Wetter in Südwestalaska
In der Küstenebene des südwestlichen Festlandes fällt wenig Niederschlag; regenreicher dagegen ist die südliche Pazifikküste, vorwiegend im Herbst und Winter. Das Klima ist maritim, so dass die Höchsttemperaturen im südlichen Kodiak im August bis 16,3°C erreichen, im kältesten Monat Januar hält sich die Temperatur bei bis zu 1,5°C. Die Nachttemperaturen liegen entsprechend bei 9°C und -4,1 °C.
Dagegen kann durch eine ständig wehende Brise auf den Aleuten das Wetter praktisch stündlich wechseln. Schützende Kleidungsstücke gegen Wind und Wetter sind zweckmäßig. Die Temperaturen bleiben gemäßigt: auch in der Zeit von November bis März liegen die Tageshöchsttemperaturen in Dutch Harbor, am westlichen Ende der Aleuten, noch im Plusbereich zwischen 2,6 °C und 5,9°C. Größer sind die Temperaturunterschiede im Inland: Die Nachttemperatur liegt in Bethel im Januar bei -17,6 °C, im Juli bei 9,3°C, die Tagestemperaturen jeweils
bei -11 °C und 17,3 °C.