| Im 18. und 19. Jahrhundert wurde die Region von Farmern, Pelzjägern sowie Goldsuchern aus aller Welt besiedelt. Besonders Fairbanks zeugt noch von den Spuren des Goldrauschs des frühen 20. Jahrhunderts. Erst 1901 entstand die inzwischen zweitgrößte Stadt Alaskas, damals ein kleiner Handelsposten und bald Zielpunkt der Goldgräber. Heute laden Goldminen zu geführten Erkundungstouren ein, einige Läden aus der Pionierzeit sowie gemütliche Western-Saloons haben ihre Pforten geöffnet und ehemalige Blockhütten wurden neu restauriert. Das ehemalige Goldgräber-Städtchen Eagle nahe der kanadischen Grenze ist das Tor zum Yukon-Charley Rivers Nationalpark. Von hier aus geht die Reise auf den Spuren der Pioniere per Schaufelraddampfer flussaufwärts nach Dawson im kanadischen Yukon Territory oder entgegengesetzt in Richtung Circle.
Aktivitäten - Baden mit dem Weihnachtsmann?
Ein herausragender Ort Zentralalaskas im wahrsten Sinne des Wortes ist der Mount McKinley im Denali Nationalpark. Dort bieten sich umfangreiche Aktivitäten an: Rafting-Touren, Wandern, Fels- und Eisklettern, Reiten und Rundflüge in Helikoptern oder Buschflugzeugen. Geführte Bus-Safaris bringen die Reisenden zu entlegenen Regionen, in denen Bären, Karibus, Elche, Wölfe und Füchse beheimatet sind. Im Westen des Parks liegt Kantishna mit herrlichen Ausblicken auf den „Denali". Auch andernorts gibt es gute Freizeitmöglichkeiten. Die kleine Stadt Tok im Südosten der Region beispielsweise, noch heute wichtiges Handelszentrum für die Athabasken-Indianer, ist ein idealer Ausgangspunkt für Wander- sowie für Fahrradtouren und bietet beste Angelplätze.
In Fairbanks beheimatet die University of Alaska, ein ausgezeichnetes naturhistorisches Museum, das den Überblick über Alaskas einzelne Regionen, Flora und Fauna, Geschichte und Kultur verschafft. Unweit von Fairbanks liegt das Örtchen North Pole, aus dem Briefe an den Weihnachtsmann aus aller Welt beantwortet werden. Ob sich dieser auch manchmal in die nahe gelegenen heißen Mineralwasserquellen von Chena, Circle und Manley Hot Springs zurückzieht ist ungewiss, doch in jedem Fall handelt es sich um einen äußerst erholsamen Ort für alle Alaska-Reisende.
Wer Alaska im Juli besucht, sollte nicht versäumen, die Weltmeisterschaften der Eskimo-Indian-Olympics in Fairbanks zu verfolgen, bei denen traditionelle Wettbewerbe und Tänze durchgeführt werden. In der winterlichen Saison von Oktober bis April finden vielerorts Schlittenhunderennen statt. Außerdem warten die Skigebiete mit hervorragenden Pisten und herrlichen Langlaufloipen auf.
Natur und Nationalparks - Alaskas Staatsvogel lässt grüßen
Eine Landschaft mit gewaltigen Bergen, ausgedehnten Flüssen, von Birken- und Espenwäldern bedeckten Hügeln und einer weiten Tundra voller Beerensträuchern im Norden fasziniert die Besucher Zentralalaskas. Dort dominieren Grizzlybär, Toklat-Wolf sowie Alaskas Staatsvogel, der Willow Ptarmigan, bei uns als Weidenschneehuhn bekannt. Der mächtige Yukon River fließt auf einer Strecke von knapp 2.000 Meilen durch Zentralalaska. Am besten lässt sich dieser Fluss, der einst die Goldsuchenden transportierte, auf Schiffsaus-flügen erkunden.
Entlang des Yukon Rivers liegt im östlichen Zentralalaska die unberührte Wildnis des Yukon-Charley Rivers Nationalparks. Neben dem Yukon gibt es weitere fischreiche Flüsse wie den zwar nur 100 Meilen langen, aber äußerst spektakulären Charley River. Der Park bietet beste Möglichkeiten zum Angeln, Kanu- und Kajakfahren sowie zum Rafting. Delta Junction ist Zentrum einer wichtigen Landwirtschaftsregion, im Hintergrund erstreckt sich die Kulisse der Alaska Range. In direkter Umgebung weilt die größte freilaufende Büffelherde der Nation, auf die man bei einer Wildnis-Tour in die Umgebung treffen kann. In Delta Junction endet der Alaska Highway mit dessen letztem Meilenstein. Ganz in der Nähe kann der Besucher einen Blick auf die 800 Meilen lange Trans-Alaska Pipeline werfen, die hier über den Tanana River führt. Die Pipeline transportiert seit den 70er Jahren Erdöl von den Ölfeldern im Norden bis zum Hafenstädtchen Valdez.
Im Denali Nationalpark mit dem Mount McKinley dominieren sagenhafte Berge und Gletscher, zwischen denen sich Flüsse schlängeln. Kurz hinter der nördlichen Grenze des Parks liegt das Örtchen Healy, das einen Ruhepol zum in der Sommersaison besonders belebten Park darstellt. An dem einst wichtigen Kohleförderungsgebiet grasen heute ungestört die Dallschafe.
Mount McKinley
Bis zu fünfmal am Tag schaukelt Pilot Fisher mit seinem Flugzeug Touristen durch die launigen Winde, hinauf zum Gipfel des Mount McKinley, der sich heute wie der Buckel von Moby Dick durch ein dichtes Meer aus Wolken drückt. Ein Bergsteiger braucht 17-21 Tage bis zur Spitze. Zumindest ist das die empfohlene Dauer. Mr. Fisher schafft es in einer Dreiviertelstunde.
Wetter in Zentralalaska
In Zentralalaska herrscht kontinentales Klima. Im Winter sinken die Temperaturen stark, dagegen wird es im Sommer umso wärmer. Erst im April endet langsam der Winter. Im Januar liegen die Höchsttemperaturen bei -18°C, im Juli bei bis zu angenehmen 23 °C. Nachts sinkt das Thermometer im Winter bis zu -28 ° C, im Sommer bis 11 ° C. Im Winter sollte man jedoch immer bedenken, dass die Temperaturen noch stärker fallen können und entsprechende Kleidung einpacken. Im Sommer dagegen kann man durchaus mal ins Schwitzen kommen - so wurde beispielsweise 1915 in Fort Yukon eine Temperatur von 38°C gemessen. Je nördlicher, desto kälter kann es werden, im Süden der Region dagegen sind die Temperaturen etwas gemäßigter.
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