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Arizona Reise Tipps


Schon einmal Kakteen gegessen? Zu stachelig, denken Sie? Dann sollten Sie aber wenigstens mal die Cactus Candys probieren. Diese werden nämlich aus den reifen Früchten der Prickly Pears, der Kaktusfeige, gewonnen. Diese Süßigkeit, die es auch in verschiedensten Variationen als Marmelade gibt, ist eine typische Spezialität aus dem Südwesten und deshalb ein beliebtes Mitbringsel. Übrigens gibt es auch Teesorten mit dem Geschmack der Prickly Pear Frucht.

Historische Route 66 zwischen Kingman und Seligman
Verde Canyon Railroad
   Im Spätfrühling leuchtet die Sonora Wüste in den hellsten Farben
 
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Sehr reizvoll sind die Kakteen aber auch, wenn sie blühen. Blütezeit der Wüste ist der Spätfrühling. Dann leuchtet die Sonora-Wüste in allen Farben. Besonders die Kaktusfeige, deren Blüten es in verschiedenen Leuchttönen gibt, und die Ocotillos, die ihre langen Arme in alle Richtungen ausstrecken, an deren Ende rote Blüten sprießen, sind wunderbar anzusehen, dazwischen leuchten zahlreiche Wildblumen.

Aber auch die riesenhaften Saguaro-Kakteen mit ihren typischen weißen Fledermausblüten, die jeweils nur einen Tag blühen, bieten ein unglaubliches Naturspektakel. Am besten lässt sich dies aus der Luft betrachten. Hierfür bietet sich eine Fahrt mit einem Heißluftballon an: in aller Frühe steigt man mit

den bunten Ballons in die Lüfte und hat einen phantastischen Blick über Wüste und Berge, und kann die bis zu 15 m hohen Saguaros auch mal aus der Luft betrachten. Wer sich in Augenhöhe mit den Blüten der Ocotillos begeben will, dem sei ein Ausritt durch die Wüste empfohlen.

Alle Wüstenbewohner kann man kennen lernen, wenn man sich auf die Lehrpfade des Arizona-Sonora Desert Museum begibt. Dieses, mitten im Saguaro National Park West bei Tucson gelegene Museum, beherbergt über 300 verschiedene lebende Tierarten – von den wunderschönen Mountain Lions, Pumas, bis hin zu den giftigen Gila Monsters, den Krustenechsen - und mehr als 1300 Pflanzenarten in ihrer natürlichen Umgebung. Man sollte sich für das Museum im Freien mindestens 3 Stunden Zeit – und etwas zu trinken – (mit)nehmen. Das gilt übrigens immer. Egal ob in einem Canyon oder in der Wüste: man sollte stets genügend Trinkwasser bei sich haben.

Vor 49.000 Jahren muss es 60 km entfernt vom heutigen Flagstaff, unweit der I 40, der alten Route 66, gewaltig gekracht haben. Denn da schlug ein Meteorit mit einer Geschwindigkeit von 72.000 km/h auf die Erde und hinterließ einen Krater von über 1 km Durchmesser und einer Tiefe von 170 m, den heutigen Meteor Crater. Über das Besucherzentrum gelang man auf eine Aussichtsplattform, von der aus man eine gute Sicht über den riesigen Krater hat.

Wer seine Seele mal so richtig baumeln lassen will, der sollte sich ein Hausboot mieten, das auf dem Lake Powell liegt. Dieser See, der durch den Glen Canyon Staudamm entstanden ist, der in den Canyon eingelassen wurde, bietet zudem alle Wassersportarten. Lohnenswert ist auch eine fünfstündige Bootstour zum Rainbow Bridge National Monument. Die größte Natursteinbrücke der Welt ist in jedem Fall eine Reise wert.

An der historischen Route 66, die nirgendwo in den USA noch so authentisch erhalten ist wie in Arizona – besonders auf der Strecke zwischen Kingman und Seligman – liegt nahe Flagstaff der Museum Club. Freunde von Countrymusik, zünftigen Barbeques und amerikanischer Folklore werden in diesem 1931 gegründeten Club wahrlich auf ihre Kosten kommen. Legendär sind auch die ausgestopften Tiere, die der Gründer Dean Eldredge als seine und die anderer Trophäensammlung hier ausstellte.

Ebenfalls an der Route 66 liegt der Ort Williams, das Tor zum Grand Canyon. Von hier aus führt der Highway 64 direkt zum Südeingang des Urvaters aller Schluchten. Empfehlenswert ist auch eine Fahrt mit der Grand Canyon Railway. Dieser Trip über etwa 100 km garantiert eine entspannende und höchst interessante Reise zum Grand Canyon, angefüllt mit vielen Überraschungsmomenten.

Auch das Schicksal der Stadt Jerome ist mit der Eisenbahn eng verknüpft: dies war eine quirlige Bergbausiedlung, in der zu ihrer Blütezeit Kupfer- und andere Erze für eine Milliarde Dollar gefördert wurden. Nach dem Niedergang des Bergbaus verkam Jerome zunächst zu einer Geisterstadt, weil auch die Eisenbahnstrecke stillgelegt wurde. Jetzt wohnen und arbeiten hier wieder Künstler und Kunsthandwerker, die die Stadt neu belebt haben. Erreichbar ist Jerome über die malerische Straße 89a südlich von Sedona.

Wer in Phoenix und Umgebung richtig feiern möchte, sollte sich einen Besuch in Tempe nicht entgehen lassen. Diese Stadt, nur wenige Kilometer von Phoenix entfernt, liegt an dem künstlich angelegten See Town Lake und beherbergt zudem die staatliche Universität von Arizona, Arizona State University (ASU). Bedingt durch die vielen Studenten gibt es auch viele Bars und Kneipen, besonders auf der Mills Avenue. Hier kann man gemütlich zu Fuß von Lokal zu Lokal bummeln.

 
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