| existierten ausgedehnte Felsen-Wohnungen in Mesa Verde. Die Entdeckung von Gold (und später auch Silber) machte die Berge für weiße Siedler interessant. Als der Rausch zu Ende ging, konnten sich aber nur wenige der Goldgräberstädte halten. Aspen ist eine von ihnen. Als Colorado 1876 als Staat in die Union aufgenommen wurde, feierten die USA ihr hundertjähriges Bestehen. Colorado erhielt daher den Beinamen „The Centennial State". Dass Colorado heute ein Touristenparadies ist, verdankt es neben seinen Naturschönheiten, die das Land im Sommer wie im Winter anziehend machen, nicht zuletzt auch dem hervorragenden Straßennetz, das das Staatsgebiet für die Besiedlung erschloss und es der modernen Wirtschaft zugänglich machte.
Die meisten der über 30 staatlichen Parks und Recreation Areas verlangen eine Eintrittsgebühr pro Fahrzeug. Will man daher länger in Colorado bleiben und mehrere der staatlich verwalteten Areale besuchen, lohnt sich die Anschaffung eines Jahrespasses, der zu einem zeitlich unbeschränkten Zugang zu allen Anlagen berechtigt. Bei einem Tagespass muss man nämlich den Park oder das Erholungsgebiet bereits bis zum Mittag des darauf folgenden Tages verlassen. Die herrliche Mesa-, Berg- und Flusslandschaft dieses schönen Rocky-Mountain-Staates bietet Raum für eine Vielzahl von Outdoor-Aktivitäten. So kann man entweder vor einer grandiosen Bergkulisse auf dem Golfplatz sein Glück versuchen oder die Landschaft während einer Ballonfahrt von oben betrachten. Zahlreiche Veranstalter bieten Reittouren in die Wildnis der Rockies, mit oder ohne Führer, an; man kann sich ein Mountainbike mieten, die Berge erwandern oder in den Wänden klettern.
Auf jedem größeren Fluss in Colorado gehört River Rafting mittlerweile zu den selbstverständlichen Angeboten; dabei kann man zwischen friedlichen Floßfahrten oder aufregenden Wildwasserfahrten, die den Atem stocken lassen, wählen. Auch hier gehört der Herbst zu den schönsten Reisezeiten, denn dann leuchten die hochgelegenen Espenwälder über viele Kilometer hinweg sichtbar in strahlendem gelb. Skienthusiasten werden Colorado allerdings im Winter und Frühjahr vorziehen, denn besonders alpine Skifahrer finden hier ein nahezu grenzenloses Angebot: Feinst präparierte Abfahrten mit Weltcupniveau, rasante Buckelpisten (Buckel: „moguls"), einsame Tiefschneehänge, Naturpisten und Pulverschnee auf lichten Waldhängen und praktisch garantierte Schneesicherheit von November bis April. Aspen - das St. Moritz Nordamerikas - ist in den Wintermonaten Heimat des Jetset. Die Privatjets namhafter Persönlichkeiten aus Show-Business und Geschäftswelt geben sich dann auf dem nahe gelegenen Eagle-Airport ein Stelldichein. Ob man allerdings deren Passagiere dann auch in den vier tatsächlich anspruchsvollen Skigebieten um Aspen bewundern kann, ist nicht garantiert.
Vail ist eher vergleichbar mit dem schweizerischen Davos: Architektur im alpenländischen Stil, preislich durchaus anspruchsvoll, aber mit einem fast nicht zu übertreffenden, variantenreichen Angebot für den alpinen Skifahrer in den Skigebieten Beaver Creek Area und Vail Ski Area. Nicht umsonst finden hier alljährlich die spannendsten Wettbewerbe des alpinen Weltcup-Skizirkus statt. Unter dem Motto „Ski the Summit" haben sich vier Skigebiete zusammengetan, die mit einem einzigen Skipass befahren werden können: Keystone, Arapahoe Basin, Breckenridge und Copper Mountain. Im Winter anspruchsvolle Skiregion, entpuppt sich das Gebiet im Sommer als traumhaftes Terrain für Bergwanderer. Winter Park zeichnet sich nicht nur durch ein familienfreundliches Skirevier, sondern auch durch seine wohl einzigartige Skischule für Blinde aus. Steamboat Springs hat sich vor allem auf das Skispringen spezialisiert, bietet aber neben vielfältigen Wintersportmöglichkeiten auch die Steamboat Health & Recreation Area, wo drei Schwimmbäder von einer 40 °C heißen Quelle gespeist werden.
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