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Miami & Miami Beach


Henry Flagler, der Eisenbahnmagnat des 19. Jhdts, war federführend am Aufbau Miamis beteiligt. Eine der ersten Bewohnerinnen der Gegend, Julia Tuttle, versuchte immer wieder, Henry Flagler davon zu überzeugen, seine Eisenbahnlinie bis tief in den Süden zu bauen. Ihre Versuche wurden nicht erhört, erst als nach einer starken Frostperiode im Norden Floridas sie ihm eine Kiste nicht erfrorener Orangen schickte, ließ er sich überzeugen, welchen Wert der Süden im Geschäftsleben haben könnte und baute die Bahn.

Art Deco District, South Beach, Miami
Miami Beach, Florida
   Miami verfügt über den größten Kreuzfahrthafen der Welt & ist Wirtschaftszentrum des Südens
 
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Zusätzlich beschloss er, aus der kleinen Siedlung eine Stadt zu machen: Miami. Um 1920 wurde Miami zu einem beliebten Feriendomizil und lockte somit auch viele Arbeiter an. Erst die Weißen und Schwarzen, dann 1959 die ersten Kubaner, die vor Fidel Castro flohen. Später folgten immer mehr spanisch-sprechende Menschen aus Puerto Rico und Südamerika.

Palmen, Strände, Glitter, Art-Deco, Luxus und lateinamerikanischer Flair sind generell im Großraum Miami zu Hause. Miami verfügt über den größten

Kreuzfahrthafen der Welt und ist Wirtschafts- und Finanzzentrum des Südostens der USA. Miami ist eine Stadt mit vielen Gesichtern. Es ist eine Metropole, ein Banken- und Finanzzentrum und viele Industriefirmen haben hier Ihr Hauptquartier. Der Hafen ist einerseits Portal zu Südamerika und der Karibik und andererseits hat er das höchste Aufkommen an Kreuzfahrtpassagieren in der Welt.

Miami Beach, die vorgelagerte Insel, ist der Inbegriff für Beachlife und Nachtleben. Miami Beach hat längst das bekannte Venice Beach in Kalifornien hinter sich gelassen. Hier spielt sich vor allem das touristische Leben von Miami ab. Dennoch sollte man Stadtviertel wie Coconut Grove, Coral Gables und Little Havana nicht verpassen und wer vom Rummel in Miami Beach zu viel hat, kann herrlich auf Key Biscayne entspannen.

Mit dem Jahre 1920 begann der Boom in Miami Beach, einer 20 qkm großen Insel vor Miami. Die ganze Insel widmet sich vorwiegend dem Tourismus. Riesige Hotelkomplexe ziehen sich entlang der Küste, aber seinen Reiz und seine Anziehungskraft bekommt Miami Beach durch den Art Deco District, die Szene-Leute, ein unschlagbares Nachtleben und den Strand. Miami Beach ist all das, was man sich bei Sommer, Sonne und Strand vorstellt: Menschen auf Skates, Gewichtheber am Strand, Beach Volley, braungebrannte Menschen, die scheinbar nie wirklich etwas zu tun haben. Zwischen der 21. St und der 46. St. wurde 1984 die repräsentative Uferpromenade, der Ocean Drive, angelegt. Dies ist der Platz, an dem nachts und tagsüber das Leben spielt.

South Beach - So wird der Art-Deco Abschnitt am Ocean Drive von Miami Beach genannt. Keine riesigen Hotelburgen, statt dessen kleine bis mittlere, meistens schön restaurierte Hotels im Art-Deco Look. Hier zu wohnen sollte das Ziel eines jeden Besuchers sein: dann ist man 'mittendrin'.

Der Ocean Drive ist die Flaniermeile und eine mit einem speziellen Gesicht. Neben Menschen und Cafés muss man seinen Blick auf die Architektur und Farben der Häuser werfen. Hunderte von Art Deco Gebäuden wurden in den letzten Jahren restauriert und in Betrieb genommen. Einige können Sie nur anschauen, in andere kann man hinein, denn es sind heute eben Cafés und schöne Hotels. Der Art Deco District erstreckt sich vom Ocean Drive aber noch einige Parallelstrassen weiter nach hinten.

Little Havanna - Der Duft von Tabak, Kaffee und Salsa – das dürften die Hauptmerkmale des Stadtteils Little Havanna sein. Hier befindet sich das kubanische Herz von Miami mit ca. einer Million Exilkubanern, von denen es zahlreiche zu Reichtum und Wohlstand gebracht haben. Am Eingang der „Calle Ocho“ steht das - überflüssige Schild "Little Havanna", denn die Geschäfte und Lokale lassen daran nicht zweifeln. Jeder kennt sie als „Calle Ocho“, dennoch ist ihr offizieller Name SW 8 St (Southwest Eight Street). An vielen Stehbuden wird kubanischer Kaffee und Zuckerrohrsaft ausgeschenkt. Spanisch ist hier die Hauptsprache.

Englisch verstehen die Kubaner hier nur nach Lust oder Laune. Die Jahre brachten mit sich, dass sich neben Kubanern verstärkt Menschen aus Honduras und Nicaragua angesiedelt haben. Insgesamt ist Little Havanna eine der besten Nachbarschaften in den USA, um lateinamerikanische Kultur kennenzulernen. Mitten im Herzen von Little Havanna findet sich die El Credito Zigarrenfabrik. Ernesteo Perez-Carrillo, kubanischer Senator und Tabakbauer kam 1959 nach Little Havanna und baute seine Marke zu einer der besten in der Industrie aus. Heute werden vorwiegend Tabaksorten aus Honduras und Nicaragua gemischt, die einen besseren Geschmack als die kubanischen haben sollen.

Interessant dürfte auch das 'Bay of Pigs' (Schweinebucht) Monument sein, das an die Invasion in Kuba 1961 erinnert. Auf dem Friedhof 'Woodlawn Park Cemetery' liegen drei ehemalige Präsidenten Kubas beerdigt und wer die Zeit findet, sollte beim Domino Park vorbeischauen, wo sich vorwiegend ältere Kubaner bei Schach und anderen Spielen zusammenfinden.

 
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