Hawaii Island

Feuerspeiende Berge auf der Großen Insel

Vulkan-Aktivität, Südsee-Paradies und Heimat der Polynesier

Die jüngste Insel der hawaiischen Inselkette ist nicht nur groß, sondern sie wächst dank der Vulkanaktivität immer noch weiter. Hawaii Island bietet eine vielfältige Landschaft, in der es zahlreiche beispiellose Naturwunder zu entdecken gibt. Die Insel ist die Heimat des Kilauea, einem der weltweit aktivsten Vulkane – und des Maunakea, der mit 10.058 m als der größte Meeresberg der Welt gilt – rechnet man seinen inzwischen unter der Oberfläche liegende Basis mit ein. Auch der Maunaloa, der massivste Berg der Welt, befindet sich im Herzen des größten Nationalparks des 50. Bundesstaats, dem Hawaii Volcanoes National Park. Hier sind fast alle Klimazonen der Erde vertreten und erzeugen üppige Regenwälder, vulkanische Wüstenlandschaften, schneebedeckte Gipfel und wunderschöne schwarze Sandstrände.

Die Berge halten die Regenwolken fest und lassen es im Nordosten regnen. lm Westen hingegen, an der Kona Coast, regnet es genauso wie im Südwesten manchmal das ganze Jahr über nicht. Ebenso gegensätzlich verhält es sich mit den Temperaturen. Während in Kona 35˚ Celsius im Schatten gemessen werden, klettert das Thermometer auf den Gipfeln der höchsten Vulkane nur knapp über den Gefrierpunkt. Ski fahren am Morgen und Windsurfen am Nachmittag – das kann man hier an nur einem einzigen Tag erleben.

Hawaii Island ist zugleich eine bedeutende Wiege der polynesischen Kultur: Überall finden sich historische Stätten, Tempel und Ausgrabungsstätten. Besonders faszinierend ist dies im Puuhonua o Honaunau National Historical Park, einer heiligen Stätte der Hawaiianer. Hierhin flüchteten sich verstoßene oder besiegte Krieger und fanden Schutz – Furchterregende Götterskulpturen zeugen noch heute davon.

An der dem Wind abgewandten Südwestküste, der Kona Coast, liegt Puuhonua o Honaunau und teilt den knapp 100 Kilometer langen Küstenstreifen in North und South Kona. Ein Traumziel für Fotografen: Die klare Luft und geringe Luftfeuchtigkeit lassen die Sonne und Farben noch intensiver strahlen. Hier, in dieser wunderschönen Umgebung, wurden zahlreiche luxuriöse Ferienresorts und Wohnanlagen errichtet. Das angenehme Klima macht sogar Weinbau möglich. Pittoreske Kleinstädte säumen die Küste, an der alljährlich der Hawaii Ironman, der weltberühmte Triathlon, ausgetragen wird. Nördlich von Kona erstreckt sich über knapp 20 Kilometer die Kohala Coast. Sie endet am 800 Meter langen Hapuna Beach, einem der besten Sandstrände Hawaiis und ein optimales Schnorchlerrevier. Wegen der geringen Luftfeuchtigkeit und mangels Niederschlägen ist hier steter Sonnenschein garantiert. Mit viel Liebe restaurierte und bis zu 900 Jahre alte Felszeichnungen, zum Teil in Resorts integriert, lassen den Reichtum einer vergangenen Welt erahnen.

Während die Westküste überwiegend Wassersportler und Golfer anzieht, ist das im Landesinnern gelegene Waimea und seine Umgebung ein Paradies für Cowboys. Sattes, weitläufiges Weideland ließen hier die Parker Ranch und weitere Viehzuchtbetriebe entstehen. Man sagt sogar, dass es auf Hawaii Island bereits Cowboys gab, bevor man in Texas auch nur daran dachte. Heute ist die 90.000 Hektar große Parker Ranch ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel mit herbem Charme. Neben dem Besuch eines Museums locken vor allem Reitstunden und Planwagenfahrten über die mehr als 800 Meter hoch gelegene Hochebene.

Oberhalb Waimeas erstrecken sich North Kohala und die Hamakua Coast, tief zerklüftet von sieben satten, grünen Tälern. Waipio Valley ist das Größte der terrassenförmigen Täler. Hier leben nur wenige Menschen, die vom Taro-Anbau leben. Taro ist eine stärkehaltige Pflanze, deren Wurzeln und frischen Triebe seit Jahrtausenden zu den traditionellen Nahrungsmitteln der Polynesier gehören.

Vom Waipio Valley Lookout genießt man einen herrlichen Rundumblick über den schwarzen Sandstrand und den Waipio, der sein Wasser aus den 400 Meter hohen Hiilawe Falls am anderen Ende des Tals bezieht. Zwischen der Hamakua Coast und der Hauptstadt Hilo erstreckt sich Natur pur mit den beeindruckenden, 126 Meter hohen Akaka Falls und einer unglaublichen Vielfalt botanischer Gärten. Ebenso faszinierend wie betörend duften die Lilien und Orchideen im Hawaii Tropical Botanical Gardens und im Nani Mau Gardens.

Das absolute Muss für jeden Besucher der Insel sind jedoch die imposanten Vulkane, die man am besten bei einem Besuch des Hawaii Volcanoes National Parks erkunden kann. Der 1916 gegründete Nationalpark erstreckt sich vom Gipfel des Maunaloa bis hin zum Meer. 241 Kilometer Wanderwege führen durch Vulkankrater, verbrannte Wüsten und Regenwälder, vorbei an einem Museum, Felszeichnungen, einem begehbaren Lavaschlot und den zwei aktiven Vulkanen: dem Maunaloa, der zuletzt 1984 ausgebrochen ist, und dem Kilauea, der seit dem 3. Januar 1983 regelmäßig ausbricht. Wann es wieder einen größeren Ausbruch gibt, ist nicht vorhersehbar. Pele, die Vulkangöttin, die hier lebt, ist ziemlich unberechenbar. Zu beobachten, wie die glühenden Lavaströme des Kilauea auf das Meer treffen, ist ein unvergessliches Erlebnis.

Hawaii Island Informationen

Lage und Größe
Hawaii Island ist mit 10.432 km² so groß, dass sie die anderen Hawaii -Inseln zwei Mal aufnehmen könnte.

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Einwohner
Auf Hawaii Island leben 175.000 Menschen.

Anreise
mit dem Flugzeug
Der Kona Keahole Airport (KOA) an der Westküste befindet sich 13 km nordwestlich von Kona. Vom Hilo International Airport (ITO) an der Ostküste nach Hilo City beträgt die Entfernung 3 km in südöstlicher Richtung.

Klima
Das Wetter auf allen Hawaii-Inseln ist konstant. Die Temperaturschwankungen sind nur geringfügig. Es gibt eigentlich nur zwei Jahreszeiten: Die Sommermonate von Mai bis Oktober, und die Wintermonate von November bis April. Auf Höhe des Meeresspiegels liegt die durchschnittliche Tagestemperatur im Sommer bei 29,4 °C und im Winter bei 25,6 °C. In der Nacht fallen die Temperaturen um rund 12 °C. In höher gelegenen Regionen können die Temperaturen jedoch deutlich tiefer liegen.
Hawaii Island ist ein interessantes Potpourri von verschiedenen Mikroklima-Bereichen: Fast alle Klimazonen der Erde sind hier abgebildet – von feucht-tropisch bis hin zu hochalpinen-Klimaten. Dies ist eine Folge des Abschirmeffekts und der Erhebungen der gewaltigen Vulkane Maunakea und Maunaloa. Bei einem Tagesausflug kann man so die tropischen Regenwälder an der Hamakua Coast, das kühlere Hochland von Waimea, die vulkanischen Wüsten von Kau und die sonnigen Strände in Kona erleben.

Durchschnittstemperaturen in Hilo (Hawaii Island) in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 26 26 26 26 27 28 28 28 28 28 27 27
Tiefstwerte 18 18 18 19 19 20 21 21 21 21 19 18
Durchschnittstemperaturen in Hilo (Hawaii Island) in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun
Höchstwerte 26 26 26 26 27 28
Tiefstwerte 18 18 18 19 19 20
Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 28 28 28 28 27 27
Tiefstwerte 21 21 21 21 19 18

Kleidung
Legere Kleidung ist angesagt. Abends reicht eine dünne Jacke. Etwas schickere Kleidung sollte man für Restaurant- und das Nightclubs wählen. Anzüge und Krawatten werden selten getragen.

Strände auf Hawaii Island

Kona
Der sonnige Kona-District erstreckt sich über 96 km vom Kona International Airport bis zur Kealakekua Bay an der vulkanischen Westküste. In diesem großen Gebiet findet man von Kaffeefarmen bis hin zu historischen hawaiischen Sehenswürdigkeiten nahezu alles.
Die Gewässer von South Kona sind, windgeschützt vom Maunaloa, vollkommen klar und spiegelglatt. Hier kann man hervorragend schnorcheln und tauchen sowie Delfine und honu (hawaiische grüne Seeschildkröte) beobachten. Zu den unvergesslichen Erlebnissen gehört das Tauchen und Schnorcheln mit den friedvollen Mantas bei einer „Mantarochen-Bootstour“. Kona ist auch berühmt für seine Hochseefischerei. Jedes Jahr findet hier das International Billfish Tournament statt.

Punaluu Black Sand Beach
Aufgrund der vulkanischen Aktivität findet man hier auch grüne und schwarze Sandstrände. Der Punaluu Black Sand Beach an der südöstlichen Küste Kaus ist einer der berühmtesten schwarzen Sandstrände Hawaiis.
Er liegt zwischen dem Hawaii Volcanoes National Park und der kleinen Stadt Naalehu. Sein pechschwarzes Ufer bietet einen unvergesslichen Anblick. Kokospalmen säumen den oberen Rand des Strandes. Mit etwas Glück kann man eine honu (hawaiische grüne Seeschildkröte) entdecken, die sich am Strand sonnt. Auch wenn es verlockend sein mag, ist das Berühren der unter Naturschutz stehenden Schildkröten verboten. Verboten ist auch die Mitnahme von schwarzem Sand.

Kohala Coast
Eingebettet in pechschwarze und rostrote Lavafelder, die vor Hunderten von Jahren durch Ausbrüche des Hualalai Volcano entstanden sind, finden sich grüne Oasen mit erstklassigen Unterkünften, Restaurants und einige der besten Golfplätze Hawaiis.

Hapuna Beach State Park
Der größte weiße Sandstrand der Insel, der Hapuna Beach, gehört ebenfalls zu den schönsten Stränden der Insel. Hapuna bietet auch das ganze Jahr über gute Bedingungen zum Schwimmen, Body-Boarding, Sonnenbaden und Schnorcheln.

Sehenswertes auf Hawaii Island

Hawaii Volcanoes National Park
Der 48 km südwestlich von Hilo gelegene Park umfasst den Vulkan Kilauea, der zu den aktivsten der Welt gehört. Die Gelegenheit, den Prozess von Schaffung und Zerstörung mit eigenen Augen zu erleben, macht diesen Park zu einer der beliebtesten Besucherattraktionen von Hawaii und zu einem heiligen Ort für die Polynesier. Der 1916 gegründete Park umfasst eine Fläche von 1.335 km² und erstreckt sich vom Gipfel des Maunaloa bis zum Meer. Hier findet man insgesamt 241 km Wanderwege, die durch Vulkankrater, verbrannte Wüsten und Regenwälder führen. Darüber hinaus gibt es ein Museum, Felszeichnungen, einen begehbaren Lavaschlot und die beiden aktiven Vulkane Maunaloa, der zuletzt 1984 ausgebrochen ist, sowie den Kilauea, der seit dem 3. Januar 1983 regelmäßig ausbricht. Der Park wurde 1980 von der UNESCO zum Welt-Biosphärenpark und 1987 zum Weltnaturerbe erhoben.

Historisches Kailua Village (Kailua-Kona)
Das nur 15 Minuten südlich vom Kona International Airport liegende historische Kailua Village (Kailua-Kona) ist eine lebhafte Seestadt im Herzen der sonnigen Kona Coast. Das Kailua Village war einst ein verschlafenes Fischerdorf und ein Urlaubsdomizil der königlichen Familie Hawaiis. Heute ist es ein Ort mit erschwinglichen Unterkünften, tollen Shopping-Möglichkeiten und vielen Restaurants, wo man mehr über die vielfältige Kultur Hawaiis erfahren können.

Waimea
Von der vulkanischen Kohala Coast aus, lässt sich das östliche Landesinnere sehr gut entdecken. Waimea (auch Kamuela genannt) ist mit keinem anderen Ort auf Hawaii Island vergleichbar: Das ist die Heimat der Paniolo, den hawaiischen Cowboys. Das grüne Weideland gehört immer noch den Viehzüchtern mit ihren Ranches.

Holualoa
Java heißt das Getränk, das Holualoa, ein kleines Dorf und künstlerische Enklave im Herzen des Kaffeelandes von Kona, antreibt. Dies ist genau der richtige Ort, um die vielfältigen Aromen des 100 % reinen Kona-Kaffees zu probieren. Der Kaffee wird nur in kleinen Mengen und ausschließlich im Norden und Süden Konas angebaut.

Hawaii Tourismus Website
Weitere Informationen über Aktivitäten und Ausflugsziele bietet die deutschsprachige Website der Hawaii Tourism Authority. www.gohawaii.com/de

Fotos: © Hawaii Tourism Authority (HTA) / Tor Johnson

Volcanoes National Park: Zwei der weltweit aktivsten Vulkane

Mauna Loa und Kilauea sind gigantisch – ihre natürliche Umgebung aber mindestens genauso

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