Home New York Der Osten der USA Florida Der Süden & die Südstaaten der USA Der Westen der USA Der Nordwesten der USA Hawaii
Montana


Nicht einmal eine Million Menschen leben in diesem weiten Staat, dem drittgrößten der USA (zum Vergleich: Deutschland mit mehr als 80 Mio. Einwohnern hat eine Größe von 356.733 km2), dessen scheinbar endlose Prärie im Westen auf die Rocky Mountains trifft und von den beiden mächtigen Flüssen Yellowstone und Missouri durchzogen wird. Klimatisch zeichnet sich Montana durch milde Sommer mit kühlen Nächten und strenge Winter aus, auch plötzliche Wetterumschwünge gehören hier zum Alltag.

National Bison Range, Montana
Unterwegs in Montana
   Ein weites, großes, dünnbesiedeltes Land - das ist Montana
 
Klicken Sie, um die Karte zu vergrößern >>  

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren es die Forscher Meriwether Lewis und William Clark, die zusammen mit ihrem Expeditionszug im Auftrag von Präsident Thomas Jefferson auf der Suche nach einem transkontinentalen Wasserweg zwischen Mississippi und Pazifik den noch unbekannten Westen erforschten und erstmals kartographierten. Zwar gaben sie nach ihrem zweiten Winter im Jahr 1806 die Suche nach dem Wasserweg erfolglos auf, kehrten aber mit unvergesslichen Eindrücken nach Hause zurück. So beschrieb Lewis die Wasserfälle des Missouri, die seinerzeit

noch in der Gegend des heutigen Great Falls existierten, als den schönsten Anblick seines Lebens. Die Berichte von Lewis und Clark ermutigten Glücksritter, Goldsucher und Pelzhändler, sich ebenfalls in Richtung Westen respektive Montana aufzumachen, das 1864 zum Territorium und 1889 zum Staat erklärt wurde. Das Land, in dem die Neuankömmlinge auf ihrer Suche nach Bodenschätzen fündig zu werden hofften, wurde den Indianern in teilweise blutigen Kämpfen abgerungen. Im 20. Jahrhundert waren es besonders die weiten Flächen fruchtbaren Acker- und Weidelandes, die Menschen nach Montana zogen, doch war ihr Glück wechselhaft, denn Trockenheit, der Erste Weltkrieg und eine misslungene Kreditpolitik der lokalen Banken ließen nur wenige Farmer prosperieren.

Eine nachhaltige Verbesserung für viele Bewohner brachten die Reformpolitik Franklin Roosevelts in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und die Entdeckung von Erdöl- und Gasvorkommen. Sie tragen auch heute noch, genau wie Gold, Silber, Kupfer und die Holzindustrie, zum Wohlstand des Staates bei, doch ist Montana weitestgehend ein Agrarstaat, wo Weizen im großen Stil angebaut und Viehzucht betrieben wird, während die waldreiche Bergwelt für eine florierende Holzindustrie sorgt. Auch die Einnahmen aus dem Tourismus, der sich besonders auf den westlichen Landesteil mit den hohen Bergketten und großen Seen konzentriert, sind ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Nicht zuletzt deshalb wird auch dem Umweltschutz, der in den 1970er Jahren durch einen Verfassungszusatz für rechtlich verbindlich erklärt wurde, in Montana eine besondere Bedeutung beigemessen.

Zwischen den nördlichen Ausläufern der Rocky Mountains im Westen und den schier grenzenlosen Great Plains im Osten liegen der Glacier National Park und Teile des Yellowstone National Parks, daneben wurden 10 National Forests, 13 Wildnis Areale, deren Ursprünglichkeit nicht einmal durch Straßen beeinträchtigt wird, und diverse Flussregionen als geschützt ausgewiesen. Die wichtigsten Flüsse Montanas sind der Missouri und der in Wyoming entspringende Yellowstone, der sich als längster ungedämmt und unkanalisiert fließender Wasserweg der 48 Staaten zwischen Mexiko und Kanada seinen Weg durch die Bergketten im Norden Montanas arbeitet. In der Gegend von Billings hat er dabei mächtige Sandsteinklippen, die Rimrocks, geschaffen, während er sich in den Ebenen in sanften und weit geschwungenen Schleifen durch die Prärie windet.

Lange Zeit war er die wichtigste Reiseroute zwischen den Bergen und den entfernteren Regionen für Indianer, Pelzhändler und später auch Dampfschiffe. Die Mitglieder der zwölf Indianerstämme, die jahrhunderte lang die einzigen Bewohner dieses wunderschönen Landes waren, machen heute noch sechs Prozent der Bevölkerung Montanas aus. Sie leben weitgehend in sieben ausgedehnten Reservaten, wo versucht wird, eigene Kulturen und Gebräuche lebendig zu halten.

 
   Billings - am Anfang stand die Eisenbahn
 

Wie so viele Städte des Westens verdankt auch Billings seine Entstehung der Ankunft der Eisenbahn. Als die Northern Pacific Railroad 1882 bis hierher vorgedrungen war, gründete sie die aus einem Haus bestehende Siedlung am Yellowstone, und binnen 5 Monaten wuchs Billings auf eine Ortschaft mit 250 Häusern und 2.000 Bewohnern an. Das markanteste Wahrzeichen der Stadt sind die 120 m hohen Rimrocks im Tal des Yellowstone, steile Sandsteinklippen, zu deren Füßen sich die Stadt erstreckt. Am oberen Rand der Rimrocks führt die historische und landschaftlich reizvolle Straße Chief Black Otter Trail zwischen US 87 und Highway 3 entlang. Sie beginnt im Norden der Stadt und passiert verschiedene Sehenswürdigkeiten, wie die Bronzestatue Range Rider of the Yellowstone, von der aus man einen prächtigen Blick über die Stadt hat, oder das Grab des Crow-Häuptlings Black Otter, der in einer Schlacht gegen die Sioux getötet wurde.

Wer sich für die Kunst des Westens interessiert, sollte dem Yellowstone Art Center (401 N. 27th St.) einen Besuch abstatten. In dem alten Yellowstone Bezirksgefängnis untergebracht, präsentiert die Galerie Wechselausstellungen lokaler Künstler und die Dauerausstellung „The Montana Collection" mit Werken zeitgenössischer Künstler des Westens. Da Billings am Rande der Crow Indian Reservation liegt, bietet es sich als Ausgangspunkt für verschiedene Ausflüge zu den Sehenswürdigkeiten dieser Region an: Das Pictographs Cave State Monument (südöstlich am 1-90 gelegen) zeigt mehr als einhundert etwa 5.000 Jahre alte Höhlenmalereien frühzeitlicher Indianer. In Pryor befindet sich das Chief Plenty Coups State Monument, ein Museum der Crow-Kultur, in dem auch persönliche Gegenstände des letzten Häuptlings der Crow, Chief Plenty Coup, ausgestellt sind. Nahe Hardin findet jeden August die achttägige „Crow Fair" mit Rodeos, Tänzen, Umzügen und Kunsthandwerks- Ausstellungen statt.

Etwa 25 km südlich von Crow Agency liegt das Little Big Horn Battlefield National Monument, wo mithilfe eines Museums und eines Nationalfriedhofes an die schwere Niederlage der US-Kavallerie unter Georg Güster vom 25. Juni 1876 erinnert wird. Hier kam es zu einem tragischen Höhepunkt des Krieges gegen die amerikanischen Ureinwohner, als Tausende von Cheyenne- und Sioux-Indianern, von denen viele den drangvollen und unwirtlichen Bedingungen der Reservate entflohen waren, gegen die 210 Mann starke 7. Kavallerie antraten und sie vernichtend schlugen. Südwestlich dieser Gedenkstätte liegt das Erholungsgebiet Bighorn National Recreation Area, das sich bis nach Wyoming entlang der Ufer des langen Bighorn Lake erstreckt. Hier gibt es an der Uferregion, umgeben von steil aufragenden Canyonwänden, Bootsverleihe, Camping- und Picknickplätze sowie gute Stellen zum Baden oder Angeln.

In Fort Smith wurde ein Besucherzentrum eingerichtet, in dem man an einer Filmvorführung mit Informationen über diese Region teilnehmen und sich über die indianischen Kulturen kundig machen kann. Auf den Campingplätzen Afterbay und Horseshoe Send werden am abendlichen Lagerfeuer öffentliche Veranstaltungen abgehalten; von hier aus kann man auch an geführten Wanderungen mit Erläuterungen zur Natur und Geschichte der Region teilnehmen.

 
>>
  Weitere Infos über die
  Rocky Mountain Staaten
 
Glacier National Park
 
  >>  Trendsportarten in Colorado
 
           
 
USA Landkarte USA Anbieter USA Broschüren bestellen USA Reise-Infos Impressum VUSA Committee Austria
     
Impressum VISIT USA Committee Austria