Texas

Die Riviera: Sensationelle Strand-Überraschungen

Die Golfküste bietet nicht nur Beach-Life, sondern auch Natur pur

Texas ist nicht gerade für seine Strände bekannt: Tatsache ist jedoch, dass die texanische Riviera 560 km lang ist – und neben den erstklassigen Sandbuchten mit allerlei Überraschungen aufwarten kann: zum Beispiel mit der Padre Island National Seashore, Mustang Island, dem Aransas National Wildlife Refuge, Barrier Inseln sowie den schönen Städten Galveston und Corpus Christi.

Besonders die heute schicke Stadt Galveston mit ihrer packenden Historie. Die 60.000 Einwohner Stadt war einst das Versteck des Piraten und Sklavenhändlers Jean Lafitte und wurde von den US-Streitkräfte im Jahr 1821 vollständig niedergebrannt. Das neue Galveston wurde ein Prachtstück – der erste Tiefseehafen – einer der größten der USA – sorgte am Beginn des 19. Jahrhunderts für einen wirtschaftlichen Boom. Ein verheerender Hurrikan im Jahr 1900 war ein herber Rückschlag für die Bewohner der Stadt. 6.000 Menschen verloren dabei ihr Leben und es dauerte lange, bis die Stadt sich davon erholte. Doch die Bewohner brachten allen Ehrgeiz auf, ihre Heimatstadt wieder erblühen zu lassen. Das zauberhafte Städtchen gilt heute zu Recht als einer der schönsten Urlaubsorte am Golf von Mexiko. Übrigens wartet hier ein fast 48 km langer Sandstrand auf die Gäste aus dem In- und Ausland.

Corpus Christi ist eine der boomenden Cities des Landes und zählt zu den am schnellsten wachsenden Metropolen der ganzen USA. Ein Grund für diese Tatsache ist die große Bedeutung des Hafens – nicht nur in kommerzieller Hinsicht, sondern auch in militärischer. Besucher erfreuen sich an der Schönheit der Stadt – und vor allem am nahegelegenen Mustang Island State Park – einem acht Kilometer langen Sandstrand, an dessen Nordende moderne Ferienanlagen auf Gäste warten.

Naturliebhaber kommen an der texanischen Riviera voll auf ihre Rechnung, denn zahlreiche Naturschutzparks erlauben Einblicke in die Flora und Fauna dieser aufregenden Region. Mustang Island State Park, Padre Island National Seashore, Aransas National Wilflife Refuge sind nur einige der ausgewiesenen Schutzgebiete, in denen man die hier vorkommenden Tiere beobachten kann. Übrigens gehören Alligatoren zu den natürlichen Bewohnern der Sümpfe und Marschländer. Besonders reichhaltig ist die Zahl der hier lebenden Vogelarten. Während der Wintermonate ist die gesamte Küstenregion Heimat von großen Zugvogelpopulationen, die aus dem Norden hierher zum Überwintern kommen.

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Klima
Die mexikanische Riviera hat ganzjährig ein angenehmes Klima: Die Sommer sind warm und feucht – mit gelegentlichen Niederschlägen. Die niederschlagreichsten Monate sind die Wintermonate November, Dezember und Jänner. Die Temperaturen sinken auch im Winter sehr selten unter 10 Grad Celsius – es bleibt also recht mild. Die Golfküste liegt in der Hurrikanzone. Die Hurricane-Season dauert von Juni bis Dezember, Hurrikane Hauptsaison ist der September. Weitere Informationen liefert Go Texas.

Durchschnittstemperaturen in Galveston, Texas in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 17 18 21 24 27 30 32 32 30 27 22 18
Tiefstwerte 10 11 15 18 22 25 27 26 24 20 15 11
Durchschnittstemperaturen in Galveston, Texas in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun
Höchstwerte 17 18 21 24 27 30
Tiefstwerte 10 11 15 18 22 25
Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 32 32 30 27 22 18
Tiefstwerte 27 26 24 20 15 11

Galveston
Viele der heute restaurierten Herrschaftshäuser und Prachtvillen stehen im Strand National Historic Landmark. Der östliche Teil des Broadway ist die Prachtstraße mit wunderschönen Herrschaftssitzen, allen voran die viktorianische Ashton Villa (2328 Broadway & 23th St.) aus dem Jahr 1859, in dem heute eines der Besucherzentren von Galveston untergebracht ist. Ein weiteres Highlight ist der Bishop’s Palace (1402 Broadway & 14th St.), der eigentlich als Villa für einen Offizier erbaut und später als katholischer Bischofssitz genutzt wurde. Auch die herrschaftliche Moody Mansion (2618 Broadway & 26th St.) ist sehenswert. Ein weiterer historisch bedeutsamer Teil der Stadt ist der Eastend Historic District mit seinen Gebäuden und Parks.

Eisenbahnfreunde werden das Galveston Railroad Museum mögen, denn hier gibt es einiges zu entdecken – unter anderem zwei restaurierte Superchief-Diesellokomotiven der Santa-Fe-Eisenbahngesellschaft.

Spaß und Entertainment gibt es auf dem Pleasure Pier, wo es auch zahlreiche Restaurants und Bars gibt. Einen Besuch wert ist auch der familienfreundliche Moody Gardens, ein Wasserpark mit Pools, einer Regenwaldpyramide sowie mehreren großen Aquarien, in denen man Meerestiere aus aller Welt sehen kann.

Brazoria National Wildlife Refuge
Das rund 180 km² große Brazoria National Wildlife Refuge gehört mit den beiden anderen Wildlife Refuges, San Bernard (185 km²) and Big Boggy (20 km²) zu den ausgewiesenen Natur- und Vogelschutzgebieten der texanischen Küste. In den Feuchtgebieten leben nicht nur mehr als 300 Vogelarten, sondern auch zahlreiche andere lokale Tierarten. Während der Wintermonate kommen hier bis zu 40.000 kanadische Schneegänse zum Überwintern

McFaddin & Texas Point National Wildlife Refuges
Die beiden Naturschutzgebiete McFaddin National Wildlife Refuge und Texas Point liegen zwischen Galveston im Süden und Beaumont im Norden. Auf einer Fläche von knapp 275 km2 ist dieses Naturparadies ein optimales Ausflugsziel, um sich mit der reichen Flora und Fauna der Golfküste vertraut zu machen. Neben zahlreichen Vogelarten gibt es auch Alligatoren und

Corpus Christi
Zu den Top-Sehenswürdigkeiten gehört hier der 277 Meter lange Flugzeugträger USS Lexington, der von 1941 bis 1991 in Dienst war und heute als Museumsschiff vor Anker liegt. Südlich davon liegt das weit über die Grenzen hinaus bekannte Texas State Aquarium, das sich der Fauna des Golfs widmet. Hier kann man neben Rochen und Haien auch mexikanische Seeotter und Meeresschildkröten bestaunen.

Vom Hafen der Stadt aus ist der Mustang Island State Park mit seinen mehr als acht Kilometer langen Sandstrand am Golf von Mexiko sichtbar. Am Nordende liegt auch die historische Gemeinde Port Aransas.

Aransas National Wildlife Refuge
Der rund 280 km² große Aransas National Wildlife Refuge liegt zwar nicht unmittelbar an der Küste, sondern grenzt an die San Antonio-, Carlos- und Saint Charles Bay, die hier wie eine schützende Lagune wirken. Das Reservat wurde 1937 zum Schutz der Seevogelkolonien errichtet. Nicht nur Ornithologen kommen auf ihre Rechnung, sondern auch Naturfreunde jeglicher Art. Hier gibt es Gürteltiere, Alligatoren, Wildschweine, Kojoten und Hirsche. Zu den absoluten Highlights des Parks gehören aber die bedrohten Schreikraniche, die mit einer Körpergröße von bis zu 1,6 m, die größten in Nordamerika lebenden Vögel sind. Besonders attraktiv ist der Besuch des Parks in den Wintermonaten, denn zwischen November und März überwintern Zugvögel, die aus Kanada kommen.

Das Naturschutzgebiet ist landschaftlich sehr vielfältig. Es ist von den Gezeitenmarschen, langen schmalen Seen, dem türkisfarbenen Wasser der San Antonio Bay und dem Wind von der Golfküste geprägt. Die eindrucksvolle Landschaft beherrschen immergrüne Eichen und Lorbeerdickicht.

Padre Island National Seashore
Die schmale Sandinsel reicht von Corpus Christi rund 180 km Richtung mexikanischer Grenze. Padre Island gehört mit durchschnittlich 800.000 Besuchern zu den beliebtesten Ferienzielen des Landes. Wer auf den Rummel verzichten will, sollte die Region vor allem um den „Spring Break“ (Frühjahrsferien) meiden, denn Studenten aus dem nördlichen Mittleren Westen feiern dann ausgelassene Partys. Das Nord- und Südende des Eilands wird von Ferienanlagen dominiert. Spannend sind aber die mittleren 100 km, die zur Padre Island National Seashore erhoben wurden. Hier gibt es kaum Straßen und auch kaum Infrastruktur, dafür aber Ruhe, Abgeschiedenheit und Natur pur. Im Park ist das Zelten das ganze Jahr über erlaubt. So kann man die unberührten Strände optimal genießen: Schwimmen, Surfen, Wandern, Angeln und andere Outdoor-Aktivitäten sind möglich. An den einsamen Stränden nisten von Ende April bis Mitte Juli Meeresschildkröten. Padre Island ist eines der spannendsten Vogelschutzreservate der USA. Mehr als 380 verschiedene Zugvogelarten legen hier eine Station ein. Im Inselinneren leben Kojoten und andere heimische Wildtiere.

Laguna Atascosa National Wildlife
Ganz im Süden des Bundesstaats Texas befindet sich der 400 km² große Laguna Atascosa National Wildlife – das größte Naturreservat des Lower Rio Grande. Hier gilt die Aufmerksamkeit mehreren vom Aussterben bedrohten Arten, darunter den Texas-Ozelot, den Golf-Coast Puma (der nur wenig größer ist, als eine Hauskatze) und der seltene Aplomado-Falke.