Der Osten der USA im Porträt
Die Hauptstadt der Vereinigten Staaten
Washington, DC

Im weltweiten Vergleich ist Washington, DC einmalig. Erst vor zwei Jahrhunderten als Hauptstadt der Vereinigten Staaten von Amerika gegründet, zählt Washington zu den jüngsten und ebenso mächtigsten Hauptstädten der Welt.

Am Potomac River auf halbem Weg an der US-Ostküste gelegen, überrascht der District of Columbia mit seiner planerischen Kompaktheit: Mit seinen sorgsam geplanten Avenuen und Boulevards, die sternförmig zusammenlaufen, seinen herrlich-grünen Parks und Gärten und der vielfältigen Architektur. Die Gründe, warum viele Millionen Besucher jährlich nach Washington DC kommen, liegen auf der Hand: Es sind die Sehenswürdigkeiten, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden sind, die meisten von ihnen sind frei und kostenlos zugänglich. Doch was bewegt die Gäste zur Wiederkehr? Es ist die lebendige Mischung aus Geschichte und Kultur, aus Sportangebot und Kulinarischem, Szene und Nachtleben.

Der vergnüglichste und einfachste Weg, die Stadt kennen zu lernen, ist eine Tour – zu Fuß, mit dem Rad, dem Trolleybus oder dem Boot. Viele der Sehenswürdigkeiten liegen in Laufdistanz nahe beieinander oder sind direkt per Metro und mit den Rundfahrtbussen erreichbar. Diese Busse verkehren täglich und verbinden Downtown Washington DC mit Georgetown, der Southwest Waterfront, der National Mall und der Union Station.

Das Herz der Stadt ist die ausgedehnte Grünfläche der National Mall, beginnend am US Capitol und mit zahlreichen Denkmälern für Präsidenten versehen, gesäumt von Museen mit ihren gewaltigen Kollektionen und Erinnerungsstätten an mehrere Kriege. Unweit der Mall liegt das Weiße Haus, der Wohnsitz der US-Präsidenten.

Überall in der Stadt befinden sich Museen und Theater von Weltruf, hübsche Parks wie der Rock Creek – zweimal so groß wie der Central Park in New York City – und liebenswerte Stadtviertel mit Restaurants, Cafés und Geschäften.

Die Palette reicht vom schicken, kolonialen Georgetown bis zum multi-kulturellen Adams Morgan, vom farbenfrohen Chinatown bis zum lebendigen African-American District um die U-Street, früher Black Broadway genannt. Das Viertel war einst die Heimat der Jazz-Legende Duke Ellington.

Das gewichtige Image, das die große Politik dieser Stadt verleiht, wird ausgeglichen durch vielfältige urbane Trends: Durch neue kleine Botique-Hotels, Trends setzende Theater und eine kulinarische Vielfalt, die die Küche nahezu der ganzen Welt widerspiegelt. Der Tag kann auch ausgefüllt sein vom Bootsausflug auf dem Potomac River, einer Radtour entlang der Mall und einem Schaufensterbummel in Georgetown, gefolgt von einem ausgedehnten Besuch im führenden Museum für moderne Kunst, der Philips Collection. Und am Abend dann ein Besuch in einem der 200 Theater oder einem exklusiven Restaurants, wo die besten Küchenchefs ihre Art von Kunst zelebrieren.

Lage und Größe
Die Großstadt Washington, DC (District of Columbia), befindet sich an der Ostküste der USA, etwa 35 km westlich der Chesapeake Bay, einer Bucht des Atlantischen Ozeans. Die Stadt liegt zwischen 0 und 125 Metern über dem Meeresspiegel und verteilt sich auf einer Fläche von 177 km².

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Einwohnerzahl
Im Großraum leben etwa 8,1 Mio. Menschen, die Stadt Washington, DC hat ca. 632.300 Einwohner.

Lokalzeit
in Washington, DC

Anreise
mit dem Flugzeug
Der Washington DC Dulles International Airport (IAD) liegt 43 km nordwestlich von Washington, DC. Der zweite große, internationale Flughafen, Baltimore Washington International Airport (BWI), ist 51 km nördlich von Washington, DC gelegen. Von den beiden Flughäfen starten sowohl nationale als auch internationale Flüge. Der Stadt am nächsten gelegene Flughafen ist der Ronald Reagan National Airport (DCA), er liegt 7 km südlich von Washington, DC, von hier starten nur Inlandsflüge.

Klima
In der Stadt Washington, DC weist das Wetter sehr starke Schwankungen zwischen Sommer und Winter auf, es ist bekannt dafür, unberechenbar sein. Die Sommer sind in der Regel sehr heiß und feucht, die Hitze verstärkt sich im Herzen der Stadt mit seinem vielen Beton und Stahl. Der Herbst und das Frühjahr sind die besten Jahreszeiten mit kühlen, aber hellen und perfekten Tagen. Plötzlicher Regen oder Schneefall sind jedoch möglich. Im Winter sind Schneefälle möglich, die im Durchschnitt 43 cm pro Jahr betragen können, ebenso gibt es kalte Winde und gefrierenden Regen.

Durchschnittstemperaturen in Washington, DC in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 6 7 12 18 24 28 31 29 26 19 13 7
Tiefstwerte -3 -2 2 7 12 17 20 19 15 9 3 -2

Tipps für Washington Besucher

Unternehmen Sie eine Old Town Trolley Tour, die zu 24 wichtigen Sehenswürdigkeiten führt, die vom Reiseführer erklärt werden. Sie dauert zwei Stunden, Sie können den Bus an den verschiedenen Haltepunkten nach Belieben verlassen und wieder einsteigen, wann und wo immer Sie möchten. Sie suchen die etwas andere Rundfahrt? Entscheiden Sie sich für „Seg’s in the City“. Diese Reise führt Sie in Amphibienfahrzeugen von DC Ducks durch die Stadt und zum Schluss direkt in den Potomac River.

Gehen Sie auf Promi-Jagd! Viele kommen häufig ins Café Milano in Georgetown. Oder erfahren Sie mehr über Washington DC als Filmkulisse auf einer informativen Rundfahrt mit „On Location Tours“, die von Schauspielern in Kostümen begleitet wird.

Besuchen Sie die Gedenkstätten für die größten US-Präsidenten: George Washington, Thomas Jefferson und Abraham Lincoln sind die bekanntesten Memorials gewidmet, wobei die Gedenkstätten für Franklin D. Roosevelt und den Zweiten Weltkrieg mir ihren interaktiven Elementen ebenso äußerst interessant sind. Besucher lieben Roosevelts Hund Fala, der zu den Füßen des Memorials naturgetreu nachgestellt worden ist. Im Visitor Center läuft ein Film über Leben und Schaffen Roosevelts.

Tauchen Sie ein in die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner – nicht nur jener der USA, dargestellt im neuen National Museum of the American Indian an der National Mall. Die Cafeteria im Erdgeschoss bietet übrigens Gerichte nach überlieferten Indianer-Rezepten.

Schlendern Sie entlang der Stände mit Kunst und Kunsthandwerk – Sie werden sicherlich etwas finden, was sich lohnt, mit zurück in die Heimat zu nehmen.
Erfreuen Sie sich an einer Aufführung des Arena Stage Theatre, im J.F. Kennedy Center for the Performing Arts, oder am Spiel des avantgardistischen Woolly Mammoth und des Shakespeare Theatres. Oder wie wär’s mit Darbietungen unter freiem Himmel? Zum Beispiel in der Wolf Trap Foundation for the Performing Arts auf der Virginia-Seite des Potomac River gelegen.

Beteiligen Sie sich als interessierter Besucher an einem der vielen Events für Kunst, Musik oder Wein, die von Museen und Galerien in der ganzen Stadt geboten werden. Zu den häufigsten Gastgebern gehören The Philips Collection, die National Gallery of Art und die Corcoran Gallery of Art, die oft freie Jazz-Konzerte und Gospel-Brunch bieten.

Spielen Sie Spion im International Spy Museum im aktuellen In-Viertel, dem Penn Quarter. Entdecken Sie vergangene unbekannte Seiten der Hauptstadt auf einer zweistündigen Tour zu den Hot-Spots weltweiter Spionage. Danach lohnt sich ein Besuch im Penn  Quarter mit seinen preisgekrönten Restaurants.

Kunstliebhaber werden die National Portrait Gallery und das Smithsonian American Art Museum schätzen lernen. Beide enthalten eine außergewöhnliche Sammlung zeitgenössischer und traditioneller Werke. Im National Air & Space Museum an der Mall und im Udvar-Hazy Center am Dulles Airport wird die Aviatik-Geschichte lebendig: Die Ausstellungsstücke reichen von der Flugmaschine der Brüder Wright aus dem Jahr 1903 bis zur Apollo-11-Kapsel der Concorde.

Kommen Sie zum Festival, zum Beispiel zum National Cherry Blossom Festival im Frühjahr, zum Smithsonian Folklife Festival im Sommer oder zur Zeremonie im Winter, wenn auf der Mall der National Christmas Tree aufgestellt und beleuchtet wird. Und sollten Sie am 4. Juli in Washington sein: Versäumen Sie dann nicht das große Feuerwerk, das am Unabhängigkeitstag die Stadt illuminiert.

Georgetown - das trendige Stadtviertel

Im Westen der Stadt liegt Georgetown, bereits 1751 als eigenständiger Ort gegründet, noch bevor Washington, DC gegründet wurde. Georgetowns Architektur ist Denkmal geschützt, das Viertel prägen elegante, alte Stadthäuser, schicke Geschäfte, trendige Restaurants und Nachtclubs, viele einflussreiche Washingtoner haben hier eine Wohnung.

Die Kennedy-Familie lebte hier bevor sie ins Weiße Haus einzog, ebenso wie Bill Clinton, der in seiner Studienzeit in Georgetown wohnte. Hollywood-Glanz brachte auch Elizabeth Taylor nach Georgetown, nachdem sie den Senator von Virginia, John Warner, heiratete. Weitere prominente Anwohner: Benjamin Bradlee von der Washington Post und Starreporter Bob Woodward, beide sind bekannt geworden durch die Aufdeckung des Watergate-Skandals. Die Gegend diente oft auch als Kulisse für Filmaufnahmen, hier wurde, die Prospect Street im Fokus, zum Beispiel „Der Exorzist“ gedreht.

Georgetown ist mit Sehenswürdigkeiten gesegnet. Die Georgetown University, 1789 gegründet, war die erste Katholische Hochschule in den USA. Das Old Stone House aus dem Jahr 1765 ist das älteste Wohnhaus Washingtons. Der Georgetown Park, um 1800 als Abstellgebäude für Busse errichtet, die von Pferden gezogen wurden, zeigt sich heute restauriert mit hübschen Läden von seiner besten Seite.

Georgetown Park kann man mit dem Boot erreichen und entlang des nahen C&O Canal mit dem Rad Ausflüge unternehmen. Besucher dieser Gegend bewundern auch die zeitlos schönen Villen von Dumbarton Oaks, Dumbarton House und Tudor Place.
Der nächstgelegene Metro-Stopp ist Foggy Bottom-GWU, ein 20 Minuten langer Spaziergang. Rundfahrtbusse des DC Circulator machen jedoch direkt Halt und kosten pro Tour nur einen Dollar.

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