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Landschaftsidyllen


Die ungeheure Vielfalt von Landschaften ist eines der Hauptcharakteristika der Vereinigten Staaten. Die Bundesstaaten Washington und Oregon bieten alles - von lang gezogenen Küstenstreifen bis zu wüstenähnlichen Hochebenen. Abwechslungsreich und schön sind sie — die Landschaften in Washington und Oregon. Schneebedeckte Berggipfel, nicht erloschene Vulkane, einsame wüstenähnliche Hochebenen im Osten und dramatisch zerklüftete Küsten im Westen.

Mt. St Helens, Washington State
Trilium Lake, im Hintergrund der Mt. Hood, Orgeon
   Washington & Oregon - von lang gezogene Küstenstreifen zu wüstenähnlichen Hochebenen
 
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Dazwischen liegt die Bergwelt der Cascades mit ihrem eigenwilligen Spiel von Farben und Formen. Tausende von Flüssen und Seen prägen nicht nur die Landschaft, sondern schaffen auch den Lebensraum für Mensch und Tier. Wasser hat eine so entscheidende Rolle bei der Formation der Küstenlandschaften gespielt, wie die hohen Niederschlagsmengen beim Entstehen der Regenwälder auf der Westseite des Gebirges. Ihr von Wolken, Nebel und Regen geprägter mystischer Zauber lässt die unglaublichsten Stimmungen aufkommen...

Der Osten ist landschaftlich mit dem küstenreichen Westen kaum zu vergleichen. Wie überall spielte auch hier das Klima eine bedeutende Rolle bei

der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung. So sagt man den heutigen Bewohnern von Washington und Oregon nach, ein besonders freundlicher und gelassener Menschenschlag zu sein. Kein Wunder: Die Lebensqualität im Pazifischen Nordwesten ist überdurchschnittlich hoch und hat wenig gemein mit dem weitläufigen, aber etwas oberflächlichen Begriff des „American way of life".

Auf Entdeckungsreise in den Nationalparks
Auf was dürfen Sie sich auf Ihrer Reise im Einzelnen freuen? Zunächst einmal auf die vier Nationalparks, die Sie auf alle Fälle auf dem Programm haben sollten. Drei davon befinden sich in Washington und einer in Oregon. Hoch oben im Norden Washingtons liegt der North Cascades National Park, der sich bis zur kanadischen Grenze erstreckt. Er bildet den krönenden Abschluss der Cascades, der beeindruckenden Gebirgskette, die sich von Nord nach Süd durch beide Bundesstaaten zieht. Sanft gewellte, mit Blumen übersäte Wiesen, tiefe Wälder, scharf geschnittene Felsen, eisige Gletscher und glasklare Bergseen fügen sich zu einem farbenfrohen, dreidimensionalen Puzzle zusammen. Erfahrene Bergsteiger lockt der 3.285 Meter hohe Mount Baker auf seinen verschneiten Gipfel. Faszinierender Weitblick ist garantiert!

Unweit von Tacoma und Seattle wartet ein anderer Berg mit Superlativen auf— der majestätische Mount Rainier im gleichnamigen Nationalpark. Der 4.366 Meter hohe Riese ist der höchste Vulkan auf dem nordamerikanischen Kontinent und ist von dem größten zusammenhängenden Gletschersystem bedeckt. Südlich des Mount Rainier liegt der Mount St. Helens, ein National Volcanic Monument, das durch drei Eingänge betreten werden kann. Die zweite Bergkette der Region, die Olympic Mountains, zieht sich an der nördlichen Küste Washingtons entlang. An ihrem Fuße befindet sich eine der beeindruckendsten Küstenlandschaften der USA. Im Norden schließt das Gebirge mit dem Olympic National Park auf der Olympic-Halbinsel ab. Auf über 3.600 Quadratkilometern umfasst er drei Regionen, wie sie verschiedener kaum sein könnten — einen urwüchsigen Regenwald, eine hochalpine Bergwelt und die weitläufige Küste. Mit etwas Glück bekommen Sie hier einen Wapiti-Hirsch zu sehen; nirgendwo sonst in Nordamerika ist der Bestand so groß wie im Olympic National Park.

Blaues Wunder Crater Lake
Als hätte man einen riesigen runden Saphir in eine mal karge, mal bewaldete, bergige Landschaft gelegt: So wirkt der Crater Lake — Namensgeber von Oregons bisher einzigem Nationalpark — aus der Luft betrachtet. Seine Entstehung verdankt der mit 585 Metern tiefste See der USA einem Vulkanausbruch vor rund 7.000 Jahren. Auf dem 1918 erbauten Rim Drive kann man mit dem Auto entlang des Kraterrands den gesamten See umrunden. Ein besonderes Erlebnis ist eine Bootsfahrt zur größeren der beiden im See gelegenen Inseln, der kleinen Vulkanspitze Wizard Island. Allerdings kostet das Abenteuer ein wenig Mühe: Vom Kraterrand führt ein anderthalb Kilometer langer, steiler Fußweg zur Bootsanlegestelle. Phantom Ship heißt das zweite Eiland. Wer es einmal im Nebel erblickt hat, versteht, wie es zu seinem Namen gekommen ist.

Ebenfalls ein lohnendes Ziel in Sachen Naturerlebnis ist das Outback im Südosten Oregons, das sich rund um den Fort Rock erstreckt. Auch das nationale Monument bei John Day sowie die farbenfrohen, sanft geschwungenen Painted Hills sind immer einen Abstecher wert, ebenso wie der Heils Canyon, der mit seinem wilden Snake River die Grenze zwischen Oregon und Idaho bildet. Die Höllenschlucht, die tiefste Schlucht der Vereinigten Staaten, ist um einiges tiefer als der Grand Canyon und ein MUSS für Naturfans. Sie haben die Möglichkeit, die Schlucht mit erfahrenen Anbietern von Jetboat Touren zu befahren.

Spektakuläre Küstenlandschaften und ein Stück Sahara
Entlang des Pacific Coast Highway in Oregon ist das Landschaftsbild von schroffen Felsen und geschützten, einsamen Buchten und Sandstränden geprägt. Die 644 Kilometer lange Küste in Oregon ist Eigentum des Bundesstaates; daher werden Besucher keine „No Trespassing"-Schilder finden. Ein State Park reiht sich an den nächsten... Übernachtet wird gerne in den zahlreichen Oceanview-Hotels in idyllischen Küstenstädtchen, B+Bs oder Campingplätzen in den State Parks.

Wer Abenteuer auf dem Wasser liebt, sollte sich zum äußersten Süden Oregons aufmachen: Vor Gold Beach lädt der Rogue River zu Fahrten mit dem Jetboat ein. Höhepunkt der Oregon Coast ist die Oregon Dunes National Recreation Area, ein Stück Sahara in den USA.

Man mag es kaum für möglich halten, aber über 66 Kilometer erstrecken sich die Dünen von Coos Bay nach Florence. Endlose Wanderwege locken in das eigenwillige Gebiet, das sich auch mit Dune Buggies gut erkunden lässt. Zwischen Florence und Newport jagt ein Höhepunkt den nächsten: die Sea Lion Caves, Heceta Head Lighthouse oder Cape Perpetua. In und rund um Newport kann man während des ganzen Jahres Wale beobachten. Zudem zählt das örtliche Aquarium zu den besten seiner Art am Pazifik. Zwischen Cannon Beach und Seaside lohnt es sich, einen Sonnenuntergang zu erleben. Und last, but not least Astoria, das schon mehr im Landesinneren liegt und trotzdem vom Wasser bestimmt wird. Unterhalb der ältesten US-Siedlung westlich der Rocky Mountains strömt der Columbia River in sein breites Mündungsdelta, über das eine der längsten Brücken der USA führt. An der Columbia-Mündung war es auch, wo die Forschungsreisenden der legendären Lewis & Clark-Expedition 1805-1806 in Fort Clatsop überwinterten.

Strandvergnügen und Badefreuden
Washingtons Pazifikküste ist geprägt von Sandstränden von schier endloser Weite, die fast schon einen Hauch von Einsamkeit vermitteln. Selbst im Hochsommer gibt es keinen Run auf die besten Plätze. Der Strand lässt sich besonders auf der Halbinsel Long Beach genießen. Hier sind Badefreuden pur und Relaxen angesagt. Gourmetherzen werden bei den Köstlichkeiten der Region höher schlagen, besonders Freunde von Fisch und Meeresfrüchten kommen auf ihre Kosten. Neben den lokalen Fischarten gibt es vor allem Austern — und einen Ort namens Oysterville. Seit 1890 lebt die Gemeinde vom Ruhm ihrer begehrten Schalentiere, die an der Willapa Bay zu sensationellen Preisen direkt vertrieben werden. Bis Aberdeen präsentiert sich die Küste Washingtons ruhig, das Land eben und fruchtbar.

Der Puget Sound ist eines der schönsten Küstengebiete der USA und der ansehnlichen Metropole Seattle vorgelagert. Der Sund öffnet sich von der Stadt aus nach Norden, wo die Juan de Fuca Strait die Verbindung zum offenen Pazifik herstellt. Daran schließt sich die Inselgruppe der San Juan Islands an. Seit über 20 Jahren beobachten Wissenschaftler hier eine aus drei Verbänden bestehende ortsfeste Schwertwal-Population. Alle Tiere sind anhand ihrer weißen Flecken und individuellen Flossenformen unterscheidbar. Wissenswertes über die Ergebnisse der Walforschung ist im Whale Museum in Friday Harbor auf San Juan zu erfahren. Den Giganten der Meere kann man mit etwas Glück bei einer Walbeobachtungsfahrt begegnen.

 
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