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Seattle & Portland


Urbanes Flair in vielen Variationen
Ob man den Charme einer lebhaften Metropole oder die Gemütlichkeit eines ehemaligen Eisenbahnerstädtchens sucht - im Pazifischen Nordwesten wird man immer fündig, jede seiner Städte hat ihren eigenen Reiz. Fünf davon möchten wir hier vorstellen Portland, Seattle, Eugene, Spokane und Tacoma

Space Needle, Seattle
Broadway In Portland
   Die fünf wichtigsten Städte: Portland, Seattle, Eugene, Spokane und Tacoma
 
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Portland - Stadt der Rosen und Radler
Blühend und grün präsentiert sich die für Touristen erfreulich übersichtlich strukturierte Wirtschaftsmetropole Oregons, die sich leicht zu Fuß erkunden oder wie von den Rad begeisterten Portlandern mit dem Drahtesel erfahren lässt. Der Stadtkern und die meisten Sehenswürdigkeiten liegen am Westufer des Willamette River. Am Südwestrand der City lockt der Washington Park, ein 134 Hektar großes Dorado für Naturliebhaber und mit seinen 100 Jahren die älteste der 160 Parkanlagen Portlands. Sein duftendster Teil sind die Rose Test Gardens, wo seit 80 Jahren Rosen gezüchtet werden. Über 10.000 Sträucher blühen hier in verschwenderischer Pracht. Gleich nebenan bietet der Japanese Garden eines der besten Zeugnisse japanischer Gartenkunst in

der westlichen Welt. Für Sportliche, die auf der Suche nach einem neuen Trainings-Outfit sind, ist Nike Town in der Salmon Street ein MUSS. Portland ist die Heimat des Sportartikelherstellers Nike. Einen Bummel in die Vergangenheit erlauben die historischen Viertel Pearl District, Skidmore und Yamhill Historic District mit schmiedeeisernen Fassaden und viktorianischen Häusern, die Kunstgalerien, Handwerksmärkte, Restaurants und Geschäfte beherbergen. Noch mehr Geschichte gefällig? Dann auf zur OldTown und zum Pearl District. Hier, nördlich der Burnside Street, legten früher die Raddampfer an. Lagerhäuser und gekonnt restaurierte alte Gebäude beherbergen heute Boutiquen, Galerien und Feinschmeckerlokale. Im Wohnviertel Nob Hill im Nordwesten zeugen farbenfrohe Holzhäuser im viktorianischen Stil von architektonischem Einfallsreichtum. Straßencafes und Pubs laden zum Ausruhen ein. Nach einer kleinen Verschnaufpause sollten jedoch unbedingt noch das Arlene Schnitzer Performing Arts Center und das Portland Art Museum auf dem Programm stehen. Bücherwürmer werden von Powell's Bookstore begeistert sein, dem größten Geschäft für neue und gebrauchte Bücher in den USA. Und vielleicht ist ja im Anschluss noch Zeit für einen Besuch in einer der zahlreichen lokalen Brauereien und eine Kostprobe der bekanntesten Biersorten der Stadt.

Seattle, die smaragdene Stadt
Die Skyline von Washingtons größter Stadt Seattle am blaugrün schillernden Puget Sound präsentiert sich am eindrucksvollsten im Abendlicht vom Wasser aus. Spiegelndes Glas, futuristische Formen und farbenfrohe historische Gebäude leuchten um die Wette. Im Seattle Center, für die Weltausstellung 1962 angelegt, bietet die 184 Meter hohe Space Needle unvergleichliche Ausblicke von ihrer Aussichtsplattform und zwei Restaurants. Seattles Innenstadt und die Eliott Bay sind umgeben von den sechs Seattle Hills. Der siebente, Denny Hill, wurde Anfang des 19. Jh. zur Erweiterung des Geschäftsviertels abgetragen. Hier entstand Denny Regrade mit dem Distrikt Belltown, der abends aus dem Dornröschenschlaf erwacht und mit quirligem Nachtleben, Live-Musik und einer Fülle von musikalischen Variationen aufwartet. Seine Nachbarschaft zu den hohen Bergen und dem Meer hat Seattle den Ruf einer regenreichen Stadt eingebracht, doch ist Seattle tatsächlich trockener als New York City, Miami und Houston.

Die lebensfrohen Seattlers, denen man gehobenen Bildungsgrad und ausgeprägten Stolz auf ihre Stadt bescheinigt, stört das wenig — hohe Lebensqualität und ein umfassendes Kultur- und Freizeitangebot machen das vermeintliche Manko wett. Und nicht nur an der ausgeprägten Kaffeekultur - viele Cafés servieren bis zu zwanzig Kaffeesorten - erkennt man die Genussfreude. Am Pike Place preisen auf dem ältesten Markt der USA Händler lautstark ihre Waren an. In den Gassen und Gässchen werden kulinarische Köstlichkeiten in jeglicher Form angeboten. Nicht weit von hier kann man in die restaurierte australische Straßenbahn einsteigen und sich fast bis zum Pioneer Square befördern lassen, wo das ursprüngliche Herz von Seattle schlägt. Von hier aus kann man mit der U-Bahn weiterfahren. Von hartnäckigen Bewohnern vor dem drohenden Abbruch bewahrt, ist die Gegend um den Pioneer Square heute ein lebendiges Künstlerquartier. Von überall zu sehen und eindrucksvoll zu jeder Tageszeit ist der majestätische Gipfel des nur 110 Kilometer entfernten Mount Rainier. Für die Bewohner Seattles ist er ganz schlicht „The Mountain", der Berg. Die Indianer nannten ihn ehrfürchtig „Tahoma" — der Berg, der Gott war.

Eugene, das Juwel im Grünen
Oregons zweitgrößte Stadt liegt am Willamette River, eingebettet in eine parkähnliche Umgebung. Kein Wunder, dass hier in den siebziger Jahren die Joggingbewegung ihren Anfang nahm. Die Universitätsstadt hat ein ganz besonderes Flair: Liebevoll restaurierte viktorianische Bauten, zeitlose Stimmung auf dem Campus mit seinem uralten Baumbestand, Freizeitmöglichkeiten wie Schwimmen, Radeln, Kanu fahren, Wandern, Skifahren, Kultur... Die hochmodern ausgestattete Konzerthalle ist eine der gefragtesten kulturellen Einrichtungen im amerikanischen Westen. Nicht zuletzt ist Eugene ein guter Ausgangspunkt für Touren in die berühmten Weingärten Oregons.

Spokane, die Adrette
Gewachsen aus Eisenbahn- und Bergbau, sieht man dem blitzsauberen Spokane heute seine wechselvolle Vergangenheit nicht mehr an. Aus der Eisenbahner- und Bergleutesiedlung wurde um 1900 eine von Städtebauern sorgfältig geplante Stadt. Sorgsam angelegte Straßen, idyllische Parks und Grünanlagen, gepflegte Restaurants lassen in der 188.300-Einwohner-Stadt nichts mehr erkennen von den Entbehrungen der Pioniere des Oregon Trail und von den Pelzhändlern, Silber- und Goldsuchern und Farmern, die sich ursprünglich hier niederließen.

Musterbeispiele für die Städteplanung von 1907 sind der Manko Park mit seinen französisch anmutenden Gartenanlagen und der Rockwood Boulevard.

Zur Weltausstellung 1974 wurde die Stadt einer Schönheitskur unterzogen. Einer der wenigen Zeugen alter Zeit ist der Uhrturm der Great Northern Railroad Station aus dem Jahr 1902. Der 40 Hektar große Riverfront Park mit den Inseln im Spokane River und eindrucksvollen Wasserfällen, die alten Herrenhäuser der Stadt, die in Museen oder Gourmetrestaurants verwandelt wurden, laden zum Bummeln und Verweilen ein.

Tacoma - das Tor zum Mount Rainier
Tacoma ist der ideale Ausgangspunkt, um „The Mountain" zu besuchen, denn die Stadt liegt am dichtesten zum Mt. Rainier. Tacoma selbst ist natürlich ebenfalls einen Abstecher wert: Das Washington State History Museum sollte man keineswegs versäumen; hier wird die Geschichte des Staates mithilfe von Multimedia-Präsentationen und interaktiven Displays anschaulich erklärt. Der in Tacoma geborene, international anerkannte Glaskünstler Dale Chihuly stellt Werke aus, die er zu Ehren der Hundertjahrfeier geschaffen hat.

Nur wenige Städte können sich der Attraktionen rühmen, die Tacoma zu bieten hat, darunter der atemberaubende Ausblick über die Commencement Bay und der 283 Hektar große Point Defiance Park mit seinem bekannten Zoo und Aquarium sowie kilometerlangen Waldwanderwegen - und das mitten in der Stadt. Während der Blütezeit der Eisenbahn in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts wurde Tacoma auch „Stadt des Schicksals" genannt; in letzter Zeit hat die Stadt eine bemerkenswerte Renaissance erlebt, nicht zuletzt, weil sie ihre reiche Geschichte und ihr architektonisches Erbe pflegt und bewahrt. Bestes Beispiel ist die Union Station, Tacomas liebevoll restaurierter Bahnhof aus dem Jahre 1911.

 
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