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Yellowstone & Grand Teton


„Gelber Stein" - so heißt der Fluss, der dem Yellowstone National Park seinen Namen gab, nach den Farben der Steilwände seines Canyons, die von zitronengelb bis orange verschiedene Schattierungen aufweisen. Besonders sehenswert sind aber die Wasserfälle des Yellowstone River, die man vor allem vom Virginia Cascade Drive, der den Canyon kreuzt, sehen kann. Der Grand Teton National Park liegt gleich südlich von Yellowstone und ist mit diesem durch den John D. Rockefeller Jr. Memorial Parkway verbunden.
Yellowstone Falls, Yellowstone National Park
Norris Geyser Basin, Yellowstone National Park
   Der Yellowstone Park ist der größte und älteste Nationalpark der USA
 
 

„Gelber Stein" - so heißt der Fluss, der dem Park seinen Namen gab, nach den Farben der Steilwände seines Canyons, die von zitronengelb bis orangegelb verschiedene Schattierungen aufweisen. Besonders sehenswert sind aber die Wasserfälle des Yellowstone River, die man vor allem vom Virginia Cascade Drive, der den Canyon kreuzt, sehen kann. Bei Canyon Village trifft man auf die Upper und Lower Yellowstone Falls, von denen die Lower Falls zweimal so hoch sind wie die Niagarafälle. Yellowstone ist mit knapp 900.000 ha der größte Nationalpark der USA und zugleich auch der älteste: Bereits 1872 wurde dieses Naturparadies zum Nationalpark erklärt. Ursprünglich ein Binnenmeer, wurde das Gebiet vor Millionen Jahren ebenso wie die Rockies von Erdbewegungen verschoben, gefaltet und weiter durch Vulkanismus und Gletscherbewegungen geformt.

Noch heute erschüttern Erdbeben die Landschaft. Die kochenden Geysire und heißen Quellen, die den Park berühmt gemacht haben, machen deutlich, wie sich hier, dicht unter der Erdoberfläche eiskaltes Grundwasser und heißes Magma begegnen. Wer die große Schleife, die Grand Loop Road, befahren will, der sollte mindestens anderthalb Tage Zeit haben, besser mehr. Tages-Busrundfahrten werden von den Hotels im Park und von Jackson, Cody oder West Yellowstone aus angeboten. Es gibt fünf Eingänge zum Park: drei auf dem Staatsgebiet von Montana, nämlich im Nordosten auf der US 212 bei Cooke City. Der zweite Eingang befindet sich im Norden auf der US 89 bei Gardiner und der dritte im Westen auf der US 20 bei West Yellowstone, wo auch das Museum of the Yellowstone mit verschiedenen Ausstellungen zu Pioniergeschichte, Indianerleben, wie auch Pflanzen- und Tierwelt der Gegend, besucht werden kann (124 Yellowstone Ave.).

Der östliche Eingang liegt auf der US 14/16/20 bei Pahaska, der südliche liegt auf dem John D. Rockefeller Jr. Memorial Parkway, der den Yellowstone mit dem Grand Teton National Park verbindet (US 89 und 191/287). Im Winter ist nur der Nordingang geöffnet, die anderen von Mai bis Oktober, obwohl auch im Sommer die Nächte kalt sind und ein plötzlicher Schneesturm die Straßen schließen kann. Entsprechend sind im Juli und August die Hotels und Campingplätze häufig überlaufen.

Geysire und heiße Quellen: Der bekannteste Geysir im Yellowstone, Old Faithful, sprüht in Abständen von 60 bis 90 Minuten eine Dampfsäule von 39 m in die Luft. Die voraussichtlichen Zeiten findet man am Old Faithful Visitor Center angeschlagen, wo es auch weitere Informationen zu heißen Quellen und Geysiren gibt.

Etwa 200 Geysire und unzählige heiße Quellen zählt der Park, manche ähneln Farbtöpfen, andere eher blubbernden Schlammbecken. Heiße Quellen unterscheiden sich von den Geysiren dadurch, dass in ihnen geheiztes Quellwasser gleichmäßig vom Gestein gefiltert wird, während die Geysire immer wieder neu Wasserdampf bilden, der sich unter Druck an die Oberfläche zwängt.

Im Upper Geysire Basin befinden sich neben Old Faithful noch andere Geysire, an die man über Stege näher herankommt. Im Lower Geyser Basin gibt es 18 Geysire, dazu „Farbtöpfe" und einen kochenden Schlammkessel. Im Midway Basin liegt die größte der heißen Quellen, die Grand Prismatic Spring.

Am eindrucksvollsten aber sind die Mammoth Hot Springs - jahrtausendelang hat hier das heiße, mineralhaltige Wasser Sinterterrassen gebildet, die sich ständig weiter verändern. Imposant sind auch der Mud Volcano, ein brodelnder Hexenkessel und der mächtigste der Geysire, Steamboat, der sich im Norris Geyser Basin befindet. Neben Geysiren und Quellen hat Yellowstone aber auch noch andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. So ist der Park Tierschutzgebiet für Grisli- und Schwarzbären, Elche, Bisons, Rehwild, Schafe und Antilopen, die man - von den Bären abgesehen -häufig sogar von der Straße aus sehen kann. Trompeterschwäne, Kraniche, weiße Pelikane und andere Wasservögel kann man auf Inseln und an sumpfigen Stellen beobachten. Am besten aber sieht man die Vogel- und Tierwelt auf geführten Wanderungen, die von Canyon Village aus veranstaltet werden. Für erfahrene Wanderer gibt es auch Touren in sehr abgelegene Teile des Parks. Ansonsten bieten die mehr als 1.600 km Wanderwege eine große Auswahl. Geführte Pferderitte gibt es ab Mammoth Hot Springs, Canyon und Roosevelt Lodge, Fischen kann man in der Südbucht des Yellowstone Lake, die nur per Boot erreichbar ist (Motorboote verboten!). Einen Bootsverleih gibt es an der Bridge Bay Marina.

Es gibt fünf Visitor Centers, von denen vier eine Ausstellung mit Informationen zu je einem Schwerpunktthema aufweisen: Old Faithful (s. o.), Fishing Bridge, das Geologie sowie Fisch- und Vogelwelt thematisiert, Grant Village, das sich mit dem verheerenden Waldbrand von 1988 und dessen ökologischer Bedeutung beschäftigt, Canyon Village und Mammoth Hot Springs, wo man Flora und Fauna, Geschichte des Parks und einiges zum Thema Indianer studieren kann. Hier befindet sich auch die Hauptverwaltung von Yellowstone.

 
   Der Grand Teton National Park
 

Der Park liegt gleich südlich von Yellowstone und ist mit diesem durch den John D. Rockefeller Jr. Memorial Parkway verbunden. Rockefeller hatte 1926 diese Landschaft gesehen und gleich mehr als 12.000 ha des Jackson Hole Beckens gekauft, um das Grundstück dem Staat für einen Park zu schenken. Das war der Anfang des jetzigen, 1929 gegründeten Nationalparks.

Beeindruckend sind die gezackten Granitblöcke der Tetons deshalb, weil diese ohne Vorgebirge völlig unvermittelt mehr als 2.000 m aus der Hochebene ragen. Die steilen Wände sind bei Bergsteigern besonders gefragt. Gleichzeitig zieht sich durch das Becken ein zum Wassersport einladender Bergsee, der Jackson Lake. Hier kann man Boote mieten, aber auch an Schifffahrten teilnehmen.

Der Jenny Lake spiegelt die Berge besonders schön, auf String Lake darf man paddeln oder flößen. Auf dem Snake River kann man professionell geführtes River Rafting erleben, Fischen, besonders das Forellenangeln ist in allen Gewässern des Parks erlaubt. Mehr als 300 km markierte Reit- und Wanderwege unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades erschließen den Nationalpark, und eine Straße führt auf die Spitze des Signal Mountain, von wo man einen herrlichen Blick über Jackson Hole und die umliegenden Berge hat. In Moose liegt die Chapel of the Transfiguration. Äußerlich nichts sagend, wirkt die Kapelle innen geradezu dramatisch, da das Altarbild von der Kulisse der Berge gebildet wird.

Das Moose Visitor Center beinhaltet die Parkverwaltung, wo man neben Informationen zur Pelzjägervergangenheit der Region auch fürs Wandern und Campen in entlegeneren Parkteilen eine Erlaubnis erhält. Das Colter Bay Visitor Center besitzt eine Ausstellung indianischer Kunst und Kultur, insbesondere Pfeifen und Masken.

 
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