North Carolina

Ein Paradies für Naturfreunde

Landschaftsvielfalt: Vom flachen Tobacco-Land bis zu den Outer Banks

Der erste englische Vorposten wurde 1585 im heutigen North Carolina gegründet. Als eine der ersten 13 Kolonien wurde es 1789 der 12. Staat der Union. Die Bevölkerung lebte hier zunehmend in den Städten, auf dem Land erstrecken sich noch immer riesige Tabakfelder, was mittlerweile immer wieder zu lokalen und bundesweiten Debatten führt. North Carolina fasziniert vor allem durch seine landschaftliche Vielfältigkeit und bietet eine gelungene Mischung aus wunderschöner Natur, malerischen Kleinstädten, lebendigen Metropolen und kolonialer Vergangenheit.

Der Tabakanbau dominiert im zentralen North Carolina. Im Westen des Staates befindet sich das Naturfreunde-Paradies Great Smoky Mountains, die zum Wandern, Reiten oder Radfahren einladen. Ruhe und unberührte Küstennatur sowie wunderschöne, historische Leuchttürme findet man auf der Inselkette Outer Banks. Die feinsandigen Strände North Carolinas mit den kleinen Buchten lassen auf der Suche nach dem perfekten Strandurlaub keinen Wunsch offen.

Als Herzstück des Staates gilt die Piedmont Region, eine friedliche Idylle, die bei Urlaubern, Einheimischen und vor allem Golfern sehr beliebt ist. Es geht aber auch temporeicher: als Wiege des Tourenwagensports dürfte North Carolina vor allem Motorsportfans ein Begriff sein. Große und kleinere Städte wie Charlotte, Asheville oder New Bern laden zum Bummeln und Einkaufen ein und bieten erstklassige Unterkünfte und Restaurants. Besonders die Finanzmetropole Charlotte ist einen Besuch wert, denn hier befindet sich die NASCAR Hall of Fame – eine Ruhmeshalle auf vier Ebenen, die Legenden und besondere Persönlichkeiten ehrt sowie einzigartige Exponate ausstellt. North Carolina, oder auch „Home of NASCAR“ genannt, ist das ideale Reiseziel für einen gelungenen Urlaub

North Carolina Informationen

Lage und Größe
North Carolina liegt an der Südostküste der Vereinigten Staaten und grenzt an die Bundesstaaten South Carolina und Georgia im Süden, Tennessee im Westen und Virginia im Norden. Im Osten liegt der Atlantik. Der Bundesstaat erstreckt sich über eine Fläche von 139.390 km².

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Einwohnerzahl
In North Carolina leben 9,85 Mio. Menschen. Die Hauptstadt Raleigh wird von 431.000 Menschen bevölkert. Die größte Stadt ist Charlotte mit 792.000 Einwohnern, wobei in der Metropol Region rund 2,3 Mio. leben.

Lokalzeit
Zu Mitteleuropa beträgt der Zeitunterschied minus sechs Stunden.
Lokalzeit in Charlotte, North Carolina:

Anreise
mit dem Flugzeug
Von München und Frankfurt aus erreicht man Charlotte nonstop mit US Airways bzw. Lufthansa. Der Charlotte Douglas International Airport (CLT) liegt 11 km westlich von Charlotte.

Klima
Im größten Teil des Staates herrscht ein mildes Klima. Die Durchschnittstemperatur in den Sommermonaten liegt bei 32 C während die Wintermonate bei milden 10 C liegen. Ausgenommen sind die Höhenlagen der Appalachen.

Durchschnittstemperaturen in Charlotte, North Carolina in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 11 13 17 22 26 30 32 31 27 22 17 12
Tiefstwerte -1 1 4 8 13 18 20 19 16 9 4 0
Durchschnittstemperaturen in Charlotte, North Carolina in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun
Höchstwerte 11 13 17 22 26 30
Tiefstwerte -1 1 4 8 13 18
Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 32 31 27 22 17 12
Tiefstwerte 20 19 16 9 4 0

Sehenswürdigkeiten und Attraktionen

Der Bundesstaat an der Ostküste der USA, der zur Region der amerikanischen  Südstaaten gezählt wird, besticht vor allem durch seine Mischung aus wunderschöner Natur und kilometerlangen Sandstränden, malerischen Kleinstädten in atemberaubenden Bergketten gelegen, lebendigen Metropolen und kolonialer Vergangenheit.

Great Smoky Mountains
Im Westen North Carolinas befindet sich ein wahres Paradies für Naturfreunde: die Great Smoky Mountains, die zur Gebirgskette der Appalachen gehören, sowie der gleichnamige Nationalpark bieten unberührte Natur, wunderschöne Wälder und rauschende Wasserfälle, die man beim Wandern, Spazieren gehen, Reiten oder Radfahren auf den 1.300 km langen Wegen erleben kann. Hier beginnt auch der Blue Ridge Parkway, eine traumhafte Panoramastraße entlang des Hauptkamms der Appalachen. Während des Spätsommers kann man auf dieser Route das faszinierende Farbenspiel des Indian Summer genießen. Mehr dazu >>

Outer Banks
Endlos lange feine Sandstrände mit historischen Leuchttürmen, kleine versteckte Buchten und Fischerdörfer findet man auf den Outer Banks, einer vorgelagerten Inselkette an der Küste. Ein Wahrzeichen von North Carolinas Atlantikküste ist der legendäre Leuchtturm von Cape Hatteras, der im gleichnamigen Naturschutzgebiet steht. Obwohl das Meer oft unglaublich ruhig scheint, täuscht das über die tückischen Gefahren hinweg, denen Seefahrer hier ausgeliefert waren: zwei Jetstreams prallen hier aufeinander und sorgen für reißende Strömungen, Stürme und Hurrikans. „Friedhof des Atlantik“ wurde die Küste North Carolinas oft wenig schmeichelhaft genannt. Mit seinen 2.000 versunkenen Schiffen ist die Gegend vor allem für Schatz- und Wracktaucher interessant.

Mit dem Bau von Brücken begann die touristische Erschließung der Region – vor allem im nördlichen Teil der Outer Banks. Neben Sonne, Surfen und Sandstrand bietet die Gegend auch familiengerechte Attraktionen in Kill Devil Hills. Der Staats-Slogan North Carolinas „First in Flight“ erinnert an die ersten erfolgreichen Flugversuche der Gebrüder Wright, die hier in den Sanddünen stattfanden. Das Wright Brothers National Memorial steht an der Stelle, an der die beiden Flugpioniere den ersten erfolgreichen Motorflug absolvierten.
Sehenswert ist auch die von Sir Walter Raleigh gegründete erste englische Siedlung Nordamerikas auf Roanoke Island. 1587 brachte ein Schiff mehr als 100 englische Kolonisten – Männer, Frauen und Kinder – auf die Insel, um sich hier dauerhaft anzusiedeln. Als die Briten drei Jahre später wiederkamen, waren die früheren Kolonisten spurlos verschwunden. Die mysteriöse Geschichte der „Verlorenen Kolonie“ wird heute noch nacherzählt. Weiter südlich – im Hafen von Manteo – befindet sich der Roanoke Island Festival Park mit einem Nachbau des ersten Entdeckerschiffs.

Beaufort
Das romantische Städtchen Beaufort lockt mit seinen historischen Gasthäusern, Restaurants und Fischmärkten. Hauptattraktion ist hier das North Carolina Maritime Museum. Fähren an den Docks bringen Passagiere zu den einsamen Sandbänken des Cape Lookout National Seashore.

Research Triangle Region
Die Hauptstadt Raleigh bildet zusammen mit den Universitätsstädten Durham und Chapel Hill ein geografisches Dreieck, das auch als intellektuelles Zentrum des Staates gilt. Zwischen diesen Städten liegt der gemeinsame Research Triangle Park – eine Forschungseinrichtung für Hochtechnologie. Die Region mit städtischer Infrastruktur hat auch einige touristische Sehenswürdigkeiten zu bieten: Raleigh wird wegen der vielen Eichen entlang den Straßen auch „Stadt der Eichen“ genannt. In der beschaulichen Innenstadt stehen gegenüber dem Greek Revival State Capitol mehrere Museen darunter auch das North Carolina Museum of History, das sich mit dem Bürgerkrieg und der Bürgerrechtsbewegung beschäftigt. Einige Meilen nördlich zeigt das North Carolina Museum of Arts eine Sammlung von Plastiken und Gemälden. Chapel Hill ist mit der University of North Carolina, dem Moorehead Planetarium die malerische der beiden Universitätsstädte. Durhams Innenstadt drängt sich zwischen dem dreigeteilten Campus der Duke University

Winston-Salem
North Carolinas enge Verbindungen zur Tabakindustrie sieht man an den zwei großen, nach der Doppelstadt benannten US-Zigarettenmarken. 1766 siedelten hier als Erste mährische Einwanderer. Deren Nachkommen zelebrieren stolz ihre Herkunft in Old Salem. Im nachgebauten Kolonialdorf zeigen Mitarbeiter in historischen Trachten traditionelle Tätigkeiten und erzählen, wie die protestantische Gruppe aus Mähren in diese Region gelangte. In Souvenirshops werden mährische Waren wie Spitzen und Zinnschmuck verkauft.

Asheville
Das Geschäftsviertel der von Bergen umgebenen Stadt Asheville zieren Art-Deko-Gebäude aus dem frühen 20. Jahrhundert. Überregional bekannt wurde die Stadt durch das Biltmore Estate im Süden der Stadt. Die Villa von George Vanderbilt ist im Stil der französischen Renaissance erbaut und beherbergt eine riesige Kunst- und Skulpturensammlung mit Objekten aus dem 18. und 19. Jahrhundert und gilt mit ihren 250 Räumen als größtes Wohnhaus der USA. Zum prächtigen Anwesen gehören ein exquisites Luxusrestaurant sowie eine Weinkellerei und eine großartige Parkanlage. Besucher sollten sich auf längere Wartezeiten einstellen, da dieses Anwesen neben dem Weißen Haus und Elvis Graceland zu den meistbesuchten Hausmuseen der USA gehört.

Golf
Mit mehr als 400 Golfplätzen ist North Carolina ein Paradies für alle Golfer und solche, die es werden wollen. Die Plätze sind so abwechslungsreich wie das Land selbst und gehören zu den schönsten Nordamerikas. Die meisten davon sind in der Piedmont-Region zu finden, dem Herzstück North Carolinas zwischen Gebirge und Ozean. Bekannt ist North Carolina vor allem durch den ersten von Donald Ross entwickelten Golfplatz der USA, den „Pinehurst Nr.2“. Hier wurden 1999 und 2005 die U.S. Open Championships ausgetragen.

Wein
Ebenfalls in dieser ruhigen, hügeligen Landschaft befinden sich auch viele der ausgezeichneten Weingüter des Staates. Eine friedliche Idylle, die bei Urlaubern und Einheimischen gleichermaßen beliebt ist.

Wasser- und Motorsport
Auf Grund der zahlreichen Seen und Flüsse sowie der Nähe zum Atlantik gilt North Carolina auch als Wassersportparadies. Jede Menge Action bietet außerdem Nascar, der populärste Motorsport der USA, und North Carolina gilt als Wiege des Tourenwagensports, weshalb viele große Nascarteams in Charlotte ansässig sind.

Städte
Große Städte wie Charlotte oder malerische Orte wie Wilmington, Asheville oder New Bern laden zum Bummeln und Einkaufen ein und bieten ein vielfältiges kulturelles Programm, erstklassige Unterkünfte und exzellente Restaurants. Kultur, Küche und Musik sind durch indianische, afrikanische und vor allem südeuropäische Einflüsse geprägt.
Auf alle Kino- und Fernsehfans übt North Carolina einen besonderen Reiz aus, denn bekannte Filme und Serien wie Dirty Dancing, One Tree Hill, Save Haven oder der Erfolgsfilm „Die Tribute von Panem“ sind hier entstanden. Viele der ansässigen Filmstudios bieten Touren und einen Blick hinter die Kulissen an.

Weitere Informationen finden Sie auf der North Carolina Website www.visitnc.de

Great Smoky Mountains National Park

Der Blue Ridge Parkway zieht sich von Virginia bis North Carolina am Bergkamm entlang und bietet herrliche Ausblicke

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