Georgia

Landschaftliche Schönheit im Süden

Kaum ein Territorium in den Südstaaten ist landschaftlich vielfältiger als Georgia: vom Farmland, über Hügel- und Berglandschaften mit Flüssen und Schluchten bis hin zu Sandstränden und subtropischen Wäldern mit Sümpfen reicht das Spektrum. Darüber hinaus bietet das alte Savannah, das von der französischen Zeitung Le Monde als „schönste Stadt Amerikas“ bezeichnet wurde, viel Geschichtliches und vor allem Südstaatenflair. Charakteristisch sind die mit Spanish Moss bewachsenen Bäume, die die Alleen und Plätze säumen. In Kontrast dazu steht die Olympia-Metropole Atlanta, Sitz von Konzernen wie Coca-Cola und CNN. Der Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport ist der Flughafen mit dem weltweit höchsten Passagieraufkommen.

Seinen Namen erhielt das Land, das im 17. Jahrhundert Streitfall von Spanien und England wurde, zu Ehren des britischen Monarchen König Georg II. Gegründet wurde der Bundesstaat 1732 vom britischen General James Oglethorpe, dem es schließlich gelang, die von den Spaniern in Florida ausgehende Expansion zu stoppen. Sklaverei war in Georgia ursprünglich verboten. Durch den ökonomischen Druck konkurrierender Sklavenhalterkolonien wurde sie jedoch später zugelassen. Die Sklavenarbeit auf den Reis-, Indigo- und Baumwollplantagen machte das Land reich. Im Bürgerkrieg setzte General William T. Shermans „Marsch zum Meer“ halb Georgia in Flammen und führte schließlich zum Sieg der Nordstaaten über die Südstaaten. Die Politik der verbrannten Erde setzte Georgia schwer zu, aber Atlantas pragmatischer Umgang mit der Vergangenheit hatte Vorbildwirkung für die gesamte Region und positionierte das Land bestens für den Wirtschaftsboom des 20. Jahrhunderts. Heute ist der „Pfirsichstaat“ – wie er sich selbst nennt – ein modernes Land und ist in Europa als Urlaubsland kaum bekannt – und das obwohl es so viele Sehenswürdigkeiten gibt.

Die heimliche Nationalhymne „Georgia On My Mind“ – übrigens vom Song-Writer Hoagy Carmichael in den 1930er Jahren komponiert und in der Version von Ray Charles weltberühmt geworden – ist eigentlich einer Frau mit dem Namen „Georgia“ gewidmet. Das nimmt man im Bundesstaat allerdings nicht so streng, denn an der Landesgrenze prangen überall die Straßenschilder „We‘ re glad Georgia’s on your mind“.

Georgia Informationen

Lage und Größe
Im Südosten der USA grenzt Georgia an Tennessee und North Carolina im Norden, an South Carolina im Nordosten, an Alabama im Westen und an Florida im Süden. Der Bundesstaat ist 153.078 km² groß (fast die doppelte Fläche Österreichs). Der Brasstown Bald in den Blue Ridge Mountains – im Norden Georgias – ist mit einer Höhe von 1.458 m die höchste Erhebung. Die Küstenlänge Georgias beträgt 161 km. Mit zum Bundesstaat gehören auch die unmittelbar vor der Küste liegenden Strandinseln Sapelo und die Golden Isles. Die West-Ost-Ausdehnung des Staates beträgt 370 km, vom äußersten Norden bis zum Süden beträgt die Entfernung 480 km.



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Einwohner
Im Bundesstaat Georgia leben 10,6 Mio. Einwohner – davon sind 60,5% Weiße, 32,8 % Schwarze, rund drei Prozent Asiaten und 9,8% Hispanics. Der Bundesstaat ist im Ranking der US-Staaten am achten Platz. Größte Stadt – und Hauptstadt ist Atlanta mit rund 500.000 Einwohnern (Metropolitan Area rund 6 Mio. Einwohner). 

Anreise
Der überwiegende Teil der internationalen Ankünfte landet am Hartsfield–Jackson Atlanta International Airport (ATL). Der Airport liegt etwa 12 km südlich des Stadtzentrums. Mit 107 Mio. Passagieren (davon rund 95 Mio. nationalen und 12,5 Mio. internationalen) ist es der Flughafen mit dem weltweit höchsten Passagieraufkommen. Insgesamt werden von Atlanta mehr als 225 Ziele angeflogen – davon mehr als 75 internationale Ziele in 50 verschiedenen Ländern. Der Airport ist auch Heimatflughafen von Delta Airlines.

Der zweite internationale Flughafen in Georgia ist der Savannah/Hilton Head International Airport (ca.12 km nordwestlich von Savannah). Delta, American Eagle, United und Jet Blue fliegen den Airport an. Im internationalen Verkehr hat er allerdings kaum eine Bedeutung.

Klima
In Georgia herrscht das ganze Jahr ein mildes, subtropisches Klima. Die kältesten Monate sind Dezember, Jänner und Februar mit Tagestemperaturen um 12 ° C in Atlanta. Von Dezember bis April kann es sehr regnerisch und kühl sein. In den südlichen Küstenregionen ist es deutlich wärmer. Der Frühling zeichnet sich durch warmes und ziemlich trockenes Wetter aus. Tagestemperaturen können bis zu 27° C erreichen. In den Sommermonaten steigen die Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit. Die Küstenregionen liegen in der Hurrikan-Zone. Ende Oktober/Anfang November lassen die Niederschläge auch an der Küste nach.

Durchschnittstemperaturen in Savannah, Georgia in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 16 18 22 26 29 32 33 33 30 26 22 17
Tiefstwerte 4 6 9 12 17 21 23 22 20 14 9 5
Durchschnittstemperaturen in Savannah in °C
Monat Jan Feb Mar Apr Mai Jun
Höchstwerte 16 18 22 26 29 32
Tiefstwerte 4 6 9 12 17 21
Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Höchstwerte 33 33 30 26 22 17
Tiefstwerte 23 22 20 14 9 5

Sehenswürdigkeiten

Atlanta
Ausführliche Informationen über Atlanta finden Sie hier: www.visit-usa.at/georgia-atlanta

Savannah
Die französische Tageszeitung le Monde hat Savannah zur schönsten Stadt der USA erklärt. Kein Wunder. Knapp 30 km vom Meer entfernt, machen üppige Landschaftsparks und elegante Herrenhäuser die Stadt, die 1733 am gleichnamigen Fluss von Oglethorpe gegründet wurde, zu einem kulturellen Highlight. Das besondere an der gesamten Stadtplanung sind die schnurgeraden Straßen, die von kleinen Plätzen durchbrochen werden. Die Idee hinter dieser Architektur war das Abschrecken allfälliger Invasoren. Heute stehen im Zentrum dieser Plätze hübsch angelegten Springbrunnen. Wer die schönsten sehen will, kann dies auf einer Kutschfahrt machen. Die Altstadt lässt sich aber am besten zu Fuß erkunden.

In der River Street – dem zentralen Vergnügungs- und Ausgehviertel – finden sich zahlreiche Restaurants, Kneipen  und Souvenirläden, die zumeist in den alten Lagerhäusern untergebracht sind. Von hier kann man mit dem Wassertaxi zum modernen Convention Center (www.savtcc.com) auf Hutchinson Island fahren.

Hügelaufwärts verläuft auf dem Felsufer der Factors Walk und die Factors Row – dem ehemaligen Zentrum des Baumwollhandels, wo Händler und Broker Preise verhandelten. Interessant sind die Zugänge zu den alten Gebäuden über zwei Ebenen. Sehenswert ist auch der City Market mit seinen alten Gebäuden, wo heute ein Kunst- und Vergnügungsviertel untergebracht ist.

In zahlreichen alten Gebäuden sind heute Museen oder andere Kultureinrichtungen untergebracht. Zu den schönsten Häusern gehören das Davenport House am Columbia Square (www.davenporthousemuseum.org) sowie das 1816 errichtete Owens-Thomas-House (Teil des Telfair Museum) am Oglethorpe Square.

Im Frühjahr gibt es übrigens die einzigartige Gelegenheit in viele der sonst versperrten historischen Gebäude zu kommen. Die jährlich stattfindende Homes-and-Garden-Tour führt durch zahlreiche Häuser. Tickets dafür werden online ab Dezember unter www.savannahtourofhomes.org (Office-Adresse: 2020 Bull St, Savannah, GA 31401) angeboten. Savannah hat eine gute Auswahl von hervorragenden Museen. Im Telfair Museum of Art, das sich auf drei Gebäude in der Altstadt erstreckt (siehe auch Owens-Thomas-House), sowie dem Jepson Center for the Arts (in der West York Street), werden Möbel und Kunsthandwerk aus dem 19. Jahrhundert sowie Gemälde aus dem 19. und 20. Jahrhundert gezeigt. (das Stammhaus, die Telfair Academy befindet sich in der 121 Barnard St, Savannah, Alle Informationen gibt es auf der Website www.telfair.org)

Das Sea Maritime Museum im palastartigen Scarborough House präsentiert Schiffsmodelle, Schiffsmalereien und andere maritime Artefakte  (41 Martin Luther King Jr Blvd., Savannah, GA 31401, www.shipsofthesea.org). Etwas außerhalb der Altstadt liegt das Ralph Mark Gilbert Civil Rights Museum, das sich mit der Geschichte der afro-amerikanischen Bevölkerung und der Entwicklung von Grund- und Bürgerrechten beschäftigt. (460 Martin Luther King Jr Blvd., Savannah, GA 31401,Di bis Sa 10:00 bis 16.00, www.rmgilbertcivilrightsmuseum.com)

Weitere Informationen über Savannah
MLK Visitor Information Center, 301 Martin Luther King, Jr. Blvd., Savannah, GA 31401, Montag bis Sonntag 9:00 – 17:30, www.visitsavannah.com. Einen schönen Überblick liefert auch die Website www.visit-historic-savannah.com

30 km östlich von Downtown Savannah am Highway 80 liegt das Erholungsgebiet Tybee Island (Tybee Island Visitor Center Information, 802 1st Street, Tybee Island, GA 31328, www.visittybee.com und www.tybeeisland.com). Der Weg dorthin führt am legendären Bonaventure Cementery vorbei, der im berühmten Roman „Midnight in the Garden of Good and Evil“ als Schauplatz vorkommt. Auch in der Clint EastwoodVerfilmung „Mitternacht im Garten von Gut und Böse“ kommt der Friedhof neben der Stadt Savannah vor. Als Titelbild des Buches und des Films diente eine Steinstatue eines jungen Mädchens, das am Friedhof nahezu 50 Jahre unbeachtet blieb und nunmehr als „Bird-Girl“ im Telfair Museum/Jepson Center for the Arts zu sehen ist. (330 Bonaventure Rd, Savannah, Chatham County, Georgia, 31404, de.findagrave.com)

Auf dem Weg liegt auch das riesige aus Ziegel errichtete Fort Pulaski National Monument, das wie eine mittelalterliche Burg an der Mündung des Savannah-Rivers liegt. Das ab 1828 errichtete Fort, das erst 1847 vollendet wurde, trägt seinen Namen nach dem in Polen geborenen Offizier Kazimierz Pulaski, der im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg unter George Washington kämpfte. (US-80, Savannah, GA 31410 www.nps.gov/fopu)

Golden Isles
Die Spanier gaben den Inseln an Georgias Südküste diesen wirkungsvollen Namen. Ob er mit dem goldenen Farbton des Marschlandes im Herbst zu tun hat, oder ob es die Suche nach verheißungsvollen Goldschätzen war, ist heute nicht ganz klar. Fest steht allerdings, dass die Tourismusindustrie alles daransetzt, diesen Namen beizubehalten. Wer die Inseln je besucht hat, weiß, dass es nicht nur erstklassige Strände gibt, sondern auch allerhand Historisches. 

Fort Frederica National Monument
Im Fort am Frederica River bei Christ Church auf St. Simons sind Ruinen des einst von Oglethorpe errichteten befestigten Dorfes zu sehen. Die Landschaft in der Umgebung ist reizvoll. An der Demere Road südlich des Forts gab es 1742 zwischen den Engländern und den Spaniern die „Battle of Bloody Marsh“ (Schlacht des blutigen Marsches). Es ging um die Frage, welche Nation in Zukunft diesen Teil der Neuen Welt regieren sollte. www.nps.gov/fofr

An der Südspitze der Insel befindet sich im Neptune Park in der Innenstadt von St. Simons der Leuchtturm mit dem Namen St. Simons Island Light. Der 1872 errichtete Leuchtturm kann auch bestiegen werden. 129 Stufen führen zur Aussichtsplattform, von der man einen umfassenden Blick über die Umgebung hat. Der Leuchtturm steht im National Register of Historic Places (NRHP) unter Denkmalschutz. Der Legende nach treibt der Geist des ehemaligen Leuchtturmwärters Frederick Osborne, der in einem Duell mit seinem Assistenten 1880 sein Leben verlor, hier sein Unwesen. (www.goldenisles.com)

Bei Bloody Marsh liegt Sea Island mit dem luxuriösen Hotel „The Cloister at Sea Island“, das seit Jahren zu den besten Häusern der USA gehört. (www.seaisland.com)

Die berühmteste der Golden Islands ist jedoch Jekyll Island mit ihrem 16 km langen weißen Sandstrand. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Insel erschlossen. Hier verbrachten die Superreichen wie die Vanderbilts, die Goodyears und die Rockefellers den Winter. Im 2. Weltkrieg galten die Golden Isles als unsicher und die Millionäre verlegten ihre Urlaubsdomizile anderswohin. Zu einem Angriff kam es nie, daher sind sehr viele der Cottages (wie man die Villen bescheiden nannte) auch heute noch da – wie etwa das Indian Mound Cottage von 1892, das William Rockefeller 1904 erwarb (www.jekyllisland.com).Das Crane Cottage wurde zum Jekyll Island Club Hotel (www.jekyllclub.com) umfunktioniert.

Das MOSAIC Jekyll Island Museum (www.jekyllisland.com/history)erinnert an die glorreiche Vergangenheit. (100 Stable Rd., Jekyll Island, GA 31527). Jekyll Island ist für seine Seafood-Restaurants weithin bekannt. Zu den berühmtesten Lokalen gehört The Wharf (370 Riverview Dr, Jekyll Island, GA 31527 (www.jekyllwharf.com), wo man einen herrlichen Sonnenuntergang beobachten kann.

Auch Zachry’s Riverhouse (1 Harbor Rd, Jekyll Island, (www.zachrys-riverhouse.site) gehört zu den bekannteren Lokalen. Im Holiday Inn Resort Jekyll Island (715 Beachview Dr N, Jekyll Island) befindet sich das Beach House Restaurant & Tap Room (www.jibeachhouse.com). Eighty Ocean Kitchen and Bar (im Jekyll Island Club Hotel) ist ein ebenfalls sehr beliebtes Restaurant. Weitere Informationen über Jekyll Island www.jekyllisland.com

Ausführliche Informationen zu den Golden Isles bietet das Fremdenverkehrsamt des Brunswick County 529 Beachview Drive, St. Simons Island, Georgia 31522 (www.goldenisles.com)

Okefenokee Swamp National Wildlife Refuge
Das rund 1.600 km² große Sumpfgebiet im abgeschiedenen Südosten des Bundesstaates – nahe der Grenze zu Florida – gehört zu den echten Highlights Georgias. Die urzeitliche und exotische Landschaft mit Zypressen bietet neben Schildkröten, Alligatoren und Ottern auch die Heimat zahlreicher Wasservögel. Der Name des Sumpfgebietes leitet sich von der Sprache der Ureinwohner, den Miccosukee-Seminolen ab und steht sowohl für „Blubberndes Wasser“ als auch für „Zitternde Erde“ – und beschreibt Torfmoosschollen, die im Wasser an die Oberfläche kommen.

Wer den Sumpf im Zuge einer Bootsfahrt besichtigen will, kann dies entweder vom Okefenokee Swamp Park bei Waycross oder vom Park-Hauptquartier in Folkston aus machen. Es werden auch mehrtägige Paddeltouren angeboten. Fargo am westlichen Park-Zugang ist die nächste Stadt am Stephen C Foster State Park. Hier gibt es die Möglichkeit zu campieren oder eine Hütte zu mieten.

Weitere Informationen: Okefenokee Swamp Park, Hwy 177, Waycross, tägl. 9:00 bis 17:30, (www.okeswamp.com). Okefenokee Swamp National Wildlife Refuge, Hwy 121, Folkston; tägl. Sonnenaufgang bis 17:30, (www.fws.gov/okefenokee).

Macon
Die knapp 100.000 Einwohner-Stadt wurde 1823 am Ocmulgee-River gegründet. Da sich die Bewohner im Bürgerkrieg auf Seiten der Union stellten, wurde die Stadt vor Angriffen von General William Tecumseh Sherman verschont. Daher hat Macon heute die meisten historischen Gebäude Georgias. Im sehenswerten Intown Historic District liegen die schönsten davon. Eines davon ist das 1855 im italienischen Renaissance-Stil erbaute Hay House Museum, das prunkvoll ausgestattet ist. (Hay House Museum, 934 Georgia Ave, www.hayhousemacon.org).

Macon ist auch als Musikstadt weithin bekannt. Little Richard und Otis Redding gehören zu den bekanntesten Stadtvätern. Auch die berühmten Allman Brothers stammen aus Macon. Das Big House Museum war die Heimat der ursprünglichen Mitglieder der Allman Brothers Band, ihrer Familien und verschiedener Freunde von 1970 bis 1973. Im Museum finden auch regelmäßig Konzerte statt. (2321 Vineville Ave, Macon, GA 31204, geöffnet Do bis Sa 11:00 bis 18:00, So 11:00 bis 16:00 (www.thebighousemuseum.com)

Das Tubman Museum widmet sich der Geschichte der Afro-Amerikaner in diesem Teil Georgias und stellt Werke berühmter afroamerikanischer Künstler aus. (310 Cherry St, Macon, GA 31201, geöffnet Di bis Sa 9:00 bis 15:00, www.tubmanmuseum.com). In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Georgia Sports Hall of Fame (301 Cherry Street, www.georgiasportshalloffame.com).

Auf der anderen Flussseite kann man den archäologischen Fundort, das Ocmulgee National Monument, besichtigen. Der Komplex wurde ab 950 bis ca. 1100 von der so genannten Mississippi-Kultur errichtet und in späterer Zeit auch von anderen Indianerstämmen besiedelt. (1207 Emery Hwy, Macon, GA 31217 www.nps.gov/ocmu).
Weitere Informationen: 450 Martin Luther King Jr Blvd, Macon www.maconga.org

Athens
Die knapp 120.000-Einwohner-Stadt gilt dank der University of Georgia (UGA) als geistig-literarisches Zentrum des Bundesstaates. Seit einigen Jahren ist Athens auch wegen seiner Musiker weithin bekannt. R.E.M., The B-52s und Widespread Panic haben ihren Ursprung hier. Das Ende Juni stattfindende „ATHFEST“ (www.athfest.com) läutet die Sommerferien ein. Danach wirkt die Stadt wie ausgestorben. Mit dem Ende der Ferien kommt wieder Leben nach Athens und im Herbst finden die ersten Spiele des Football-Teams „Georgia Bulldogs“ statt. Die meisten Kneipen, Restaurants und Musikbars finden sich in der restaurierten Downtown-Area rund um die Broad Street. Bemerkenswert sind übrigens die Häuser in der „Greek Revival Architektur“.

Legendäres Music-Venue ist der 40 Watt Club (285 W. Washington Street, www.40watt.com). Campus-Führungen werden über das Besucherzentrum der Universität angeboten www.uga.edu. Die Studentenstadt bietet natürlich zahlreiche Restaurants und Lokale, wo man preisgünstig essen und trinken kann. Weitere Informationen: Athens Convention & Visitors Bureau, 300 N Thomas St, Athens, GA 30601 (www.visitathensga.com/guide)

Dahlonega
Das knapp 100 km nordöstlich von Atlanta gelegene Dahlonga mit seinen knapp 7.000 Einwohnern, gilt als Ausgangspunkt für eine Tour zu den Blue Ridge Mountains. In der kleinen Stadt wurde 1828 erstmals Gold gefunden. Diese Tatsache führte zum ersten Goldrausch der USA (fast 20 Jahre vor jenem in Kalifornien). Kein Wunder also, dass es hier auch ein staatliches Gold Museum (1 Public Square N, Dahlonega, GA 30533, www.gastateparks.org/parks) gibt. Dieses ist im Gerichtsgebäude am zentralen Hauptplatz des Ortes untergebracht. Gästen steht neben einer Führung durch die Goldminen auch die Möglichkeit offen, selbst Gold zu waschen. Wer lieber auf bereits verarbeitetes Gold zurückgreift, kann in Dahlonega geprägte Münzen der US-Mint (die von 1838 bis 1861 geprägt wurden und die Kennzeichnung „D“ tragen) erwerben. Das Gold dafür stammt aus der Crisson Gold Mine, die etwa vier Kilometer außerhalb des Ortes liegt.

Seit 1991 gibt es die Dahlonega Consolidated Gold Mine – das größte und bekannteste Schaubergwerk. Hier wurde von 1897 bis 1906 Gold gefördert, 1980 wurde die Mine als Historic District im National Register of Historic Places aufgenommen. (185 Consolidated Gold Mine Road, Dahlonega, GA 30533, www.consolidatedgoldmine.com). Weitere Informationen: 13 S Park Dahlonega, www.dahlonega.gov

Umgebung von Dahlonega
Ca. 30 km von Dahlonega entfernt liegt der Amicalola Falls State Park – der südliche Zugang zum insgesamt 3.500 km langen Appalachian Trail (www.appalachiantrail.org). Der Fernwanderweg beginnt beim Springer Mountain in Georgia und endet am Mount Katahdin in Maine.

Im Park, dessen Sehenswürdigkeit die 222 m hohen Wasserfälle sind (sie sind die höchsten Georgias und die höchsten der USA östlich des Mississippi) gibt es auch deutlich kürzere Wandertrails sowie rustikale Übernachtungsmöglichkeiten, eine Gipfelhütte mit Restaurant sowie einen Zeltplatz. (Amicalola Falls State Park & Lodge, Hwy 52, gastateparks.org). Der wilde, knapp 100 km lange Chatooga River fließt östlich von Dahlonega entlang dem Highway 441 an der Grenze von Georgia und North Carolina. Die malerische Landschaft war 1972 übrigens Schauplatz des Hollywood-Films „Beim Sterben ist jeder der erste“ („Deliverance“) mit Burt Reynolds in der Hauptrolle. Die örtlichen Bewohner werden allerdings nicht gerne an diesen Film erinnert. Hoch über dem Fluss führt eine Hängebrücke über die spektakuläre Tallulah Schlucht im Tallulah Gorge State Park (338 Jane Hurt Yarn Drive, Tallulah Falls, GA 30573, Rabun County, gastateparks.org/TallulahGorge)

Helen
Die einstige Holzfällerstadt, die zu einer Geisterstadt mutierte, wurde von den eigenen Bewohnern gerettet, in dem man sie zu einer Replik eines bayrischen Alpendorfs umbaute. Dabei legte man sehr gründlich Hand an und versetzte jedem einzelnen Gebäude einen süddeutschen Touch. Den Amerikanern gefällt dieses Städtchen in den Appalachen (dem „Alpen-Ersatz“) und so kann Helen mit seinen knapp 600 Einwohnern heute gut von seinen Besuchern leben, die Bierkrüge aus Ton und ähnliche Souvenirs erstehen können. Natürlich gibt es hier auch ein „Oktoberfest“. Weitere Informationen: Alpine Helen/WhiteCounty Convention & Visitors Bureau, 726 Bruckenstrasse, Helen, GA 30545, www.cityofhelen.org

Stone Mountain Park
Das Herzstück des beliebten Ausflugszieles, das nur rund 30 Fahrminuten von Atlanta entfernt liegt, ist ein Relief, das in einen gewaltigen Granitberg gemeißelt wurde. Es stellt drei Helden der Konföderierten dar: den Präsidenten der Konföderierten, Jefferson Davis sowie General Robert E Lee und Stonewall Jackson. Der Künstler, der dieses gewaltige Relief 1924 begann, war Gutzon Borglum. Er wurde dann auch für seine Arbeit am Mount Rushmore bekannt. Der Park ist vor allem am Wochenende sehr beliebt. Zur Spitze des Granitberges fährt eine Seilbahn. Auf der Wiese vor dem Relief finden zahlreiche Veranstaltungen statt – am 4. Juli etwa das große Feuerwerk. Entertainment wird hier großgeschrieben, denn neben dem Park gibt es noch die Geyser Towers, die Besucher rund um einen speienden Geysir führen, eine Kunsteisbahn und einen Schaufelraddampfer, mit dem man auf dem See fahren kann. Gastronomie und Übernachtungsmöglichkeiten gibt es ebenso. US Hwy 78, 1000 Robert E. Lee Blvd. Stone Mountain, GA 30083 www.stonemountainpark.com

Augusta
Die mit rund 200.000 Einwohnern zweitgrößte Stadt Georgias ist unter den Golfern weithin bekannt, denn hier findet im April das Masters-Tournament statt. Die ansonsten recht ruhige Stadt, die von Oglethorpe 1736 gegründet und nach Augusta von Sachsen-Gotha, der Verlobten des britischen Thronfolgers Friedrich Ludwig von Hannover benannt wurde, war einst Zentrum des riesigen Tabak- und Baumwollanbaugebietes. Bemerkenswert sind die Gebäude in der Old Town am Savannah River, die immer noch ein wenig vom Flair der alten Südstaaten tragen. Das gilt vor allem für den River Walk und beispielsweise der Historic Cotton Exchange. (32 8th St, Augusta, GA 30901).

Das Morris Museum of Art zeigt eine beachtliche Sammlung von Werken von Malern aus den Südstaaten. (1 Tenth Street, Augusta, Georgia 30901, Di – Sa 10:00 bis 17:00, So 12:00 bis 17:00; www.themorris.org). Weitere Informationen: Augusta Convention & Visitors Bureau (1010 Broad Street, Augusta, Georgia 30901, www.visitaugusta.com). Informationen über das historische Augusta gibt auch die Website www.historicaugusta.org

Americus
Abseits der Touristenpfade liegt die hübsche 20.000-Einwohner-Stadt Americus, die auch einen Historic District vorweisen kann. Bekannt wurde Americus aber wegen der internationalen Hilfsorganisation „Habitat for Humanity, die hier ihren Hauptsitz hat. Die Organisation unterstützt Arme beim Bau von Eigenheimen. In Americus gibt es das Global Village & Discovery Center in dem neben einem internationalen Marktplatz auch Häuser aus 40 verschiedenen Ländern besichtigt werden können (721 West Church St., Americus, GA 31709, Mo bis Fr 9:00 bis 17:00, Sa 10:00 bis 14:00, www.habitat.org/global-village-discovery-center )

16 km nördlich von Americus, in Andersonville, befindet sich das National Prisoner of War (POW) Museum. Der bedrückend wirkende Gebäudekomplex war im US-Bürgerkrieg ein Kriegsgefangenenlager und wurde schließlich zu einem Veteranenfriedhof. Mindestens 13.000 Menschen starben hier wegen der katastrophalen Lebensbedingungen. Die Ausstellung ist aber nicht nur den Kriegsgefangenen der Bürgerkriegszeit gewidmet, sondern auch allen anderen US-Kriegsgefangenen vom 2. Weltkrieg über Vietnam-, Golf- und Irakkrieg. (496 Cemetery Rd, Andersonville, GA 31711, www.nps.gov/natl_pow_museum).

Das Fremdenverkehrsamt von Georgia ist im Internet auch über die Website www.georgiaonmymind.de zu erreichen.

Herrenhäuser, Plantagen und Sandstrände

In South Carolina erinnern Plantagen, Museen und Monumente an die bunte Vergangenheit, das Lebensgefühl des alten Südens lebt hier immer noch

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